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Mittwoch, den 25.03.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

"Vorhang auf" für die Tiere des Erdreichs – Unterirdischer Zoo ermöglicht Einblicke in den Lebensraum Boden


PressemitteilungDer Boden lebt! Das können ab heute die Besucher des Unterirdischen Zoos im Zoo Osnabrück mit eigenen Augen erleben. Boris Pistorius, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück eröffnete gemeinsam mit Dr. Fritz Brickwedde (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Dr. Lutz Spandau (Allianz Umweltstiftung) und Frank Seidel (Niedersächsische Lottostiftung) das 500 qm große unterirdische Stollenlabyrinth, in dem sich Tiere beim täglichen Leben in ihren Gängen, Nestern und Höhlen zuschauen lassen.

Osnabrück, den 25.03.09: "Mit dem Unterirdischen Zoo erhält die Stadt Osnabrück ein einmaliges Leuchtturmprojekt, welches auf die Region strahlt," so Boris Pistorius, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück. "Es ist nicht nur ein besonders spannendes Freizeitangebot, sondern es stärkt auch die Bodenkompetenz des Standortes Osnabrück", so Pistorius weiter. Ergänzend zur Ausstellung Unterwelten und dem Erlebnispark Boden liefere der Unterirdische Zoo nun die Komponente "Leben im Erdreich". In dem täuschend echt gestalteten Stollenlabyrinth sind über 10 Tierarten zu sehen, die teilweise oder auch komplett im Boden leben. Insgesamt circa 70 Tiere, darunter Präriehunde, Ratten, Riesengraumulle, Trugratten, Nacktmulle und Feldhamster, tummeln sich in den unterirdischen Nestern, Gängen- und Höhlensystemen. Erdhummeln und Maulwurfsgrillen werden eingesetzt, sobald es draußen wärmer wird. Computerstationen, ein 3-Seiten-Kino oder eine Holografie vermitteln Wissen zum Leben in Boden. Wer noch mehr über die heimischen Böden wissen will, kann über eine unterirdische Brücke direkt in die Ausstellung Unterwelten des Museums am Schölerberg spazieren.

Eine Vision mit vereinten Kräften realisiert

Das oft abstrakte und unpopuläre Thema Bodenschutz mit Tieren zum Leben zu erwecken und zusätzlich als erster Zoo in Deutschland eine Verbindung zu einem Naturkundemuseum zu schaffen, hat auch drei Stiftungen überzeugt, das insgesamt 1,2 Millionen teure Projekt zu unterstützen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt steuerte 542.000 EUR dazu, die Allianz Umweltstiftung 200.000 EUR und die Niedersächsische Lottostiftung half mit 100.000 EUR. Für Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, spielt das Thema Bodenschutz bei diesem Projekt eine besondere Rolle: "Mit dem Unterirdischen Zoo konnte eine Erlebnisausstellung zum Thema Boden, Bodentiere und Bodenschutz realisiert werden, die deutschlandweit einmalig ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass mit Hilfe der modellhaft umgesetzten Gesamtinszenierung, die zusätzlich auch multimediale und visuelle Informationsangebote vorsieht, Sympathie, Empathie und Respekt für die im Boden lebenden Tiere und den komplexen Organismus Boden gefördert werden." Für die Allianz Umweltstiftung ist der Erlebnischarakter des Unterirdischen Zoos und die Einbettung in eine Freizeiteinrichtung von besonderer Bedeutung: "Das Projekt folgt genau unserer Zielrichtung 'Mit Umweltinformation dort hingehen, wo die Menschen sind'. Die Faszination lebendiger Tiere nutzen, um Menschen für die Natur und ihren Schutz zu begeistern, Umweltwissen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermitteln, sondern Menschen emotional ansprechen. Diese Zielrichtung wird im Unterirdischen Zoo beispielhaft umgesetzt,“ so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung.

Wie die Idee entstand

Mit der Eröffnung der Dauerausstellung Unterwelten des Naturkundemuseums hofften die Veranstalter, insbesondere die vielen Zoobesucher für einen Ausstellungsbesuch zu gewinnen und an das Thema "Bedrohung des Lebensraums Boden" heranführen zu können. Die getrennte Eingangssituation stellte sich jedoch als Hindernis heraus. Andreas Busemann, Geschäftsführer des Zoo Osnabrücks, entwickelte deshalb die Idee, die Zoobesucher durch einen in Form, Größe und Gestaltung einmaligen unterirdischen Zoo direkt vom Tierbereich in die Dauerausstellung des Museums zu entführen. Das Leistungsangebot beider Institutionen sollte sich damit auf spannende Art und Weise erweitern. Zudem sah Busemann Chancen, über renommierte Stiftungen eine Förderung für diese Idee zu erhalten. Gemeinsam entwickelte dann ein Projektteam unter seiner Leitung die Idee eines Stollenlabyrinths als Verbindung zwischen Zoo und Museum weiter. So entstand der Unterirdische Zoo. Über mehrere Jahre hinweg wurde an dem Projekt gefeilt – zum Beispiel mit einer Machbarkeitsstudie. Die Zusammenarbeit schweißte zusammen. "Schon die Idee des Unterirdischen Zoos hat mich begeistert. Die fortlaufende Umsetzung, die ich persönlich immer wieder begleitet habe, hat mich von dem innovativen Konzept überzeugt. Ich wünsche dem Zoo Osnabrück die Aufmerksamkeit und die Besucherströme, die das Projekt Unterirdischer Zoo und die gesamte Institution verdient," so Frank Seidel, Geschäftsführer der Niedersächsischen Lottostiftung.

Synergien nutzen – Kompetenzen bündeln

Mit dem Unterirdischen Zoo entstand nicht nur eine bauliche wie thematische Verknüpfung. Auch in der Zusammenarbeit wurde Wissen gebündelt. So brachte der Zoo Managementfähigkeiten und Wissen um die Tierhaltung mit und das Museum verfügte über Gestaltungskompetenzen sowie Know-How im Bereich Wissensvermittlung. Mit dabei waren Ausstellungsgestalter Detlef Gehrs (Stadt Osnabrück), Biologe Norbert Niedernostheide (Vermittlungskonzept), der ehemalige Zoodirektor Dr. Wolf Everts (zuständig für die Tierbeschaffung), Revierleiter Oliver Schüler (Tierhaltung), Heiko Suhre (Architekt), Jürgen Schröder (Personalmanagement) und Monika Weyer (Projektkoordinatorin und Evaluationsbeauftragte).

Zoo Osnabrück strahlt auf Stadt und Landkreis

Die fertige Erlebniswelt begeistert – sowohl Stadt als auch Land. Bürgermeister Burkhard Jasper schätzt sowohl Erholungswert als auch Magnetfunktion des Zoos: "Tiere zu beobachten kann entspannend, lehrreich und unterhaltsam sein. Besucher können im Zoo Neues lernen, Energie tanken oder einfach nur die Natur genießen," so Jasper. "Eine so vielseitige Freizeiteinrichtung nutzt den Bürgern von Osnabrück und steigert gleichzeitig die Lust, unserer Stadt einen Besuch abzustatten." Dr. Reinhold Kassing, Vorsitzender des Tourismusverbandes Osnabrücker Land bekommt hautnah die stetige Erweiterung des Zoos zu spüren. Doch obwohl die wilden Tiere immer näher rücken, freut sich Dr. Kassing über das Wachstum des Zoos – schließlich profitiert der Landkreis von den Synergieeffekten. „Auch hier gilt der Grundsatz 'Nur gemeinsam sind wir stark' und so profitiert der Tourismus im Landkreis natürlich von einer so attraktiven Einrichtung wie dem Zoo Osnabrück," erklärt Dr. Kassing.

Besucher des Zoos Osnabrück können den Unterirdischen Zoo ab dem 26. März 2009 erkunden.


© Parkscout / Zoo Osnabrück




 




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