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Bitte beachten: Dieses ist ein klassischer Parkscout-Artikel, der bestmöglichst an das neue Layout angepasst wurde
23.08.2007 | Freizeitparks | Magazin

Walt Disney - eine Legende, Teil 2


Planungen für Disneyland (Bild: Disney)
Die Legende besagt, dass Walt Disney eines Tages mit seinen Kindern einen Rummelplatz besuchte und sich beim Anblick eines Karussells plötzlich vorstellte, wie schön es doch wäre, wenn es einen Ort geben würde, an dem sich Erwachsene und Kinder in einer traumhaften Umgebung gemeinsam vergnügen könnten. An diesem Tag ist wohl die Idee zu einem eigenen Disneyland gereift, die der Visionär konsequent verfolgte.

Wann immer er Zeit hatte, besuchte er Freizeitparks in aller Welt, um sich einen Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten zu verschaffen. Wirklich fündig wurde er schließlich in Europa. Im "Tivoli" in Kopenhagen gab es schon seit einiger Zeit einen Freizeitpark, der seinen Vorstellungen sehr nahe kam und in seine Planungen einfloss. Um seinen Traum von Disneyland zu verwirklichen, brauchte er mehr Geld, als er zu dieser Zeit zur Verfügung hatte. Aus diesem Grund machte er zusammen mit seinem Bruder Roy einen Deal mit dem Fernsehsender ABC: Für knapp 500.000 Dollar schufen die beiden eine TV-Show mit dem Namen "Disneyland", wobei ABC zusätzlich im Gegenzug ein Darlehen von 4,5 Millionen Dollar für die Errichtung des Parks zur Verfügung stellte.


Disney bei Dreharbeiten (Bild: Disney)
Zusammen mit dem Kapital, das die Brüder noch aus ihrem Privatvermögen flüssig machen konnten, reichte das Geld endlich aus, um den großen Traum von Disney zu realisieren: Am 17.07.1955 öffnete in Anaheim, Californien, das erste "Magic Kingdom" und wurde der bis dahin größte Erfolg des Unternehmens. Durch seine Arbeit, die er in die Entwicklung seines Freizeitparks steckte, blieb Walt Disney nur wenig Zeit, sich um seine Filmproduktionen zu kümmern. Trotzdem sorgte er dafür, dass im Laufe der nächsten Jahre unvergessliche Filme wie "Dornröschen", "Susi und Strolch" oder "Mary Poppins" über die Kinoleinwände liefen und seiner Firma so gute Umsatzzahlen brachte, dass sie 1961 zum ersten Mal seit zwanzig Jahren schuldenfrei war. In seinen Gedanken aber arbeitete er schon längst an einem Konzept für einen weiteren Themenpark in Orlando, Florida, den er als "Experimental Prototype Community of Tomorrow" oder kurz Epcot bezeichnete.

Diagnose Lungenkrebs

Gleichzeitig weitete er auch seine unternehmerischen Tätigkeiten auf neue Bereiche aus und präsentierte 1964 zur Weltausstellung in New York vier Exponate, darunter eine bahnbrechende Audio-Animatronic-Figur von Abraham Lincoln. Anfang 1966, als er gerade in den Dreharbeiten für "Das Dschungelbuch" steckte, wurde bei dem Kettenraucher Walt Disney Lungenkrebs diagnostiziert – ein Schock für seine Freunde und seine Familie. Dies hinderte ihn aber nicht daran, weiter an seiner Vision von einer besseren Zukunft in Form des Epcot Centers zu arbeiten.

Als aber am 15. Dezember 1966 alle Flaggen im Disneyland auf Halbmast gesetzt wurden, war klar, dass eines der größten Genies der Filmgeschichte und sicherlich einer der wichtigsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts diese Welt verlassen hatte. Die Realisierung seines Traums von einem zweiten Freizeitpark konnte er leider nicht mehr selbst erleben: Die Walt Disney World eröffnete am 1. Oktober 1971, und erst elf Jahre später, am 1. Oktober 1982, gingen zum ersten Mal Gäste durch das endlich realisierte Epcot Center. Nachdem 1983 in der Nähe von Tokyo das erste Disneyland außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika besucht werden konnte, dauerte es noch weitere neun Jahre, bis das Königreich der Maus endlich auch seinen Weg nach Europa gefunden hatte.

Lesen Sie hier den ersten Teil von "Walt Disney - eine Legende"


© parkscout/MV

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