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Montag, den 15.03.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Wer kennt die Fossa? Der Heidelberger Zoo beherbergt seit kurzem ein ungewöhnliches Raubtier


Pressemitteilung "Foooossaaaaa"! "Hilfe! Die Fossas kommen!" Wer den Film "Madagaskar" gesehen hat, wird den gellen Aufschrei der Lemuren kennen. Vermutlich dürften aber nur wenige Menschen dieses faszinierende Tier bislang zu Gesicht bekommen haben. Die Fossa ist eine seltene Raubtierart und gleichzeitig das größte Landraubtier Madagaskars. Es gibt auch nur einige Zoos weltweit, in denen die Fossa gehalten wird. Deshalb freut sich der Heidelberger Zoo sehr, seinen Besuchern diese Tierart vorstellen zu können und sie für deren Schutz sowie für den Erhalt der vielerorts zerstörten Heimat der Fossa zu sensibilisieren.

Am 11. März sind drei junge männliche Fossas aus dem Duisburger Zoo an den Neckar gezogen. Neugierig erkunden sie nun ihr neues Gehege, das sich direkt gegenüber dem Flamingosee an der Neckarseite befindet. Die anmutigen Tiere sind acht Monate alt und noch nicht ausgewachsen. Ausgewachsen erreichen sie eine Länge von bis zu 1,5 Meter. Mit maximal 15 Kilogramm Gewicht zählt die Fossa zu den schlankesten und elegantesten Raubtieren überhaupt. Ihr langgestreckter und gleichzeitig kräftiger Körperbau vereint die Merkmale einer Katze mit solchen der Schleichkatzen. Durch den kurzen Gesichtsschädel, den abgerundeten Ohren, ihren großen runden Augen mit den senkrechten Pupillen wirkt sie katzenähnlich. Gleichzeitig erinnert ihre Gestalt an einen dunklen, kurzbeinigen Puma. Die Tiere sind ausgezeichnete Kletterer und können größere Distanzen in den Bäumen springend zurücklegen.

Die Fossa ist eine sehr alte Tierart, die aufgrund der abgeschiedenen Insellage Madagaskars bis heute überleben konnte. Sie gilt daher auch als "lebendes Fossil", doch schon bald könnte dieses attraktive Raubtier für immer verschwunden sein. Die viertgrößte Insel der Welt vor der Ostküste Afrikas steht heute vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natürlich nachwachsenden Rohstoffe. Waldgebiete werden großflächig abgeholzt, um Land für Rinderhaltung und für landwirtschaftliche Ertragsflächen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der Bäume wirtschaftlich zu nutzen. Die Fossas verlieren somit ihren bevorzugten waldreichen Lebensraum. Die Fossa jagt vor allem Vögel und kleinere Säugetiere. Da große Teile ihres natürlichen Lebensraumes vernichtet sind, vergreift sie sich immer wieder an Hühnern und anderen Haustieren. Kein Wunder, dass die ländliche Bevölkerung den „Puma Madagaskars“ jagt. Das meiste, was wir bislang über das Leben der Fossa wissen, stammt von den wenigen Tieren, die in Zoologischen Gärten gehalten werden. Die bedeutendsten Zuchterfolge sind dem Zoo Duisburg zuzuschreiben, dem seit dem Jahre 1980 regelmäßig Nachzuchten gelingen. Der Heidelberger Zoo unterstützt mit dem Erwerb der Fossa auch ein vom Zoo Duisburg koordiniertes Artenschutzprojekt für diese Art auf Madagaskar.

Übrigens sind im Heidelberger Zoo noch weitere äußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern: die zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit glänzendem weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz und Gürtelvaris, eine Lemurenart mit wuscheligem, schwarz-weißen Fell.


© Parkscout / Zoo Heidelberg




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Echt stark! Fossa in Ba-Wü! Hatte bisher leider nur die gelegenheit ausgestopfte zu bewundern. Ich hoffe es gibt bald mehrere Artgenossen in vielen vielen Zoos von Ihnen, damit sie zu mehr Bekanntheit kommen und somit in der Natur stärker geschützt werden -und zwar schnell bevor es nur noch Bilder von ihnen in Madagaskar gibt...

17.04.2010 22:58
Daniel Caillat






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