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Freitag, den 05.04.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Wilhelma - Frühlingserwachen in den historischen Gewächshäusern


PressemitteilungDas ganze Land liegt unter einer meist grauen Wolkendecke, von Frühling kaum eine Spur. Das ganze Land? Nein! Eine kleine Blütenoase in den historischen Gewäschshäusern der Wilhelma leistet dem winterlichen Grau tapfer Widerstand. Wer es also vor lauter Sehnsucht nach dem Frühling nicht mehr aushält, findet hier inmitten eines rosa-rot-weißen Blütenmeers Linderung. Während im einen Haus noch die späten Kamelien-Sorten in voller Blüte stehen, sind nebenan bei den Azaleen nun ebenfalls viele Sträucher fast explosionsartig aufgeblüht.

80 Arten und Sorten zählt der Azaleenbestand der Wilhelma – er gehört damit zu den wichtigsten Sammlungen in Deutschland, wie im Jahr 2011 Experten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen feststellten. Sie führten eine Art Volkszählung durch mit dem Ziel, alle existierenden Azaleen-Sorten in einer internationalen Gendatenbank zu erfassen und damit die Erhaltungszucht seltener Arten – wie sie ja auch bei Tieren üblich ist – zu unterstützen. In diesem Zuge nahmen die Experten auch die Pflanzen der Wilhelma unter die Lupe und entdeckten dabei sogar Sorten, die sie nie zuvor mit eigenen Augen gesehen hatten. Wie alle heute in Europa gepflegten "Rhododendron simsii", so heißen die Azaleen im Fachjargon, sind auch die Wilhelma-Azaleen Nachfahren von Pflanzen, die Ende des 17. Jahrhunderts erstmals aus Japan, West- und Zentralchina nach Europa kamen. Aus diesen züchteten Gärtner im Laufe der Zeit etwa 2.000 Sorten, wobei der Löwenanteil jedoch wieder verschwand. In Deutschland sind heute rund 700 Sorten erfasst.

Doch nicht an jedem Standort fühlen sich Azaleen wohl: Trockene, beheizte Räume schätzen sie gar nicht, sie bevorzugen es kühl, kalkarm, hell und feucht. In der Wilhelma finden die Azaleen seit jeher beste Bedingungen, um zu wachsen, zu gedeihen und in Schönheit zu altern – einer der ältesten Sträucher stammt noch aus Zeiten von König Wilhelm I. , ist also über 160 Jahre alt. Den Winter und die erste Hälfte des Frühjahrs verbringen die Azaleen in den Häusern, ihren "Jahresurlaub" ab Mitte Mai an einem geschützten, halbschattigen Plätzchen im Freiland, wo sie sich erholen und Kraft für die nächste Blühsaison sammeln.

Die Blühsaison 2013 jedenfalls ist nun eröffnet, und wer immer das Azaleenhaus betritt, wird augenblicklich von einer überbordenden Blütenfülle überwältigt. Das kräftige Aroma dazu verströmen allerdings nicht die Azaleen – ihre Blüten duften kaum –, sondern die ebenfalls im Haus wachsenden Hyazinthen. Während dessen lässt der Frühling draußen nach wie vor auf sich warten. Doch lauern auch hier die Narzissen, Tulpen, Magnolien und andere Frühlingsblüher schon darauf, dass warme Sonnenstrahlen endlich auch ihre Knospen wach küssen.

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




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