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Montag, den 10.03.2014 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Pressemeldungen und Zoos und Tierparks zu finden.

Zoo Berlin - Auf Vaters Rücken durchs Geäst


Pressemitteilung Am 27. Februar wurde Nachwuchs beim Lisztaffen (Saguinus oedipus) im Zoologischen Garten Berlin geboren. Das achtjährige Muttertier brachte Zwillinge zur Welt. Die Tragezeit beträgt mehr als 140 Tage. Direkt nach der Geburt werden die nur rund 20 Gramm schweren Kleinen aber hauptsächlich vom zehnjährigen Vater betreut und auf dem Rücken umhergetragen. Die Mutter bekommt den Nachwuchs derzeit nur zum Säugen. Nach rund drei Monaten wird der Nachwuchs dann entwöhnt sein.

Der Name des Lisztaffen erinnert an den Komponisten Franz LISZT (1811-1886) oder vielmehr an dessen Haartracht, Schwiegervater und Weggefährte von Richard WAGNER. Für die Namensgebung verantwortlich war Prof. Dr. Ludwig HECK, Berliner Zoodirektor von 1888 bis 1931, der auch in der Zoologie um keinen Scherz verlegen war. Im Deutschen heißen diese kleinen Primaten auch Perücken- oder Pinchéaffen, oder -wegen der zwitschernden Stimme- Nachtigallaffen.

Das Lisztäffchen kommt nur in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet im tropischen Regenwald der Pazifikküste in Kolumbien vor. Als Baumbewohner kann der Affe hervorragend springen. Die Gliedmaßen und der Schwanz sind daher lang. Trotz des entzückenden Erscheinungsbildes besitzt das Tier ein beeindruckendes Gebiss. Es zeigt an, dass Lisztaffen durchaus bei Gelegenheit Kleintiere überwältigen und als Beute töten. Blattwerk, Blüten und Baumsäfte zählen zu den vegetarischen Nahrungsbestandteilen.

Lisztaffen gehören zu den Krallenaffen, einer Familie von attraktiven Affenzwergen, die in rund 20 Arten Südamerika bewohnt. Sie besitzen an Zehen und Fingern Krallen statt Nägel – mit Ausnahme von Großzehe und Daumen.


© Zoo Berlin



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