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Freitag, den 04.06.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Zoo Hannover: Nachwuchs bei Bergzebras und Somali-Wildeseln


PressemitteilungRingelsocken und Streifenpyjama

Um neben Eisbär & Co. im Erlebnis-Zoo Hannover Aufsehen zu erregen, setzen manche Tiere auf ein gewagtes Outfit. Junge Wilde sind es, die ihre Einzigartigkeit plakativ mit dicken Streifen unterstreichen. Der eine hat riesige spitze Ohren, trägt Nickelbrille (jedenfalls wirkt es so durch das helle Fell rund um die Augen) und über edlem Grau schwarz-weiße Ringelsocken. Die andere verblüfft durch dunkelbraune Streifen, die in gezackten Wellenlinien über dem Rücken zusammen laufen. Ein galoppierender Streifenpyjama, etwa zwei Nummern zu groß.


Somali Wildesel-Fohlen Toni wurde am 22. April geboren. Mit seiner Mutter Bouboulina verbrachte er die ersten beiden Wochen hinter den Kulissen, lernte dann stundenweise sein neues Reich am Ufer des Sambesi und schließlich seine neuen Mitbewohner kennen. Die Wildesel leben gemeinsam mit den Addax-Antilopen und Dorcas-Gazellen auf der Sahara-Anlage mit der beeindruckenden roten Kasbah. Bergzebra-Fohlen Nele kam am 8. Mai auf die Welt. Gemeinsam mit Mutter Lima erkundete das zierliche Mädchen zunächst nur stundenweise die weite Savanne. Jetzt lernt Nele auch ihre neuen Mitbewohner, die Giraffen, Blessböcke und Springböcke kennen. Eine Spielkameradin wartet schon auf sie: Das sieben Monate alte Bergzebra-Mädchen "Frauke". Nele ist das zweite Bergzebra, das in Hannover geboren wurde. Über vier Jahre hatte der Zoo auf Nachwuchs gewartet.

Erhaltungszuchtprogramm

Aufmerksamkeit verdient der gestreifte Nachwuchs der Somali Wildesel und der Bergzebras auf jeden Fall: Beide Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Nur noch 183 Somali Wildesel und 96 Bergzebras leben in den europäischen Zoos. In freier Wildbahn sind die Zahlen verschwindend gering, der Bestand der Bergzebras wird auf nur noch 8.300 Tiere geschätzt. Mit der Zucht hofft der Zoo, zum Erhalt der Tierarten beitragen zu können.

Somali Wildesel
Mutter: Bouboulina (8), Vater: Hektor (7), Herdenmitglied: Gasira (4) Bergzebra
Mutter: Lima (6), Vater: Kalif (wurde gestern 9 Jahre alt), Herdenmitglied: Belinda (6, Mutter von "Frauke")

Steckbriefe
Somali-Wildesel
Herkunft: Äthiopien und Eritrea
Nahrung: Gräser, Dornbüsche
Größe: ca. zwei Meter lang
Gewicht: max. 275 kg
Tragzeit: ca. 365 Tage
Alter: b is zu 25 Jahre
Beine wie ein Zebra

Der Somali-Wildesel fällt auf den ersten Blick durch die gestreiften Beine auf. Die Streifen hören kurz über dem Knie auf. Sein Rumpf ist grau-braun, die Schnauze hell, das Gesicht wieder grau und um die Augen herum weiß. Die Mähne des Wildesels ist sehr kurz, die dicken Haare stehen senkrecht vom Hals ab. Den Rücken ziert ein langer dunkler Strich, der sogenannte "Aalstrich". Der Strich und die Stehmähne sind übrigens ganz typisch für Wildesel und auch Wildpferde. Wilde Wüstentiere Die Somali-Wildesel leben in steinigen, trockenen Felswüsten und Wüstengebirgen. Sie können sehr gut klettern und haben sich an das Wüstenklima perfekt angepasst: Eine kleine Ration Wasser am Tag genügt ihnen schon. Um die zu bekommen, nehmen die Esel allerdings auch lange Wanderungen auf sich. Sie fressen, was der karge Boden hergibt: harte Gräser und Dornenbüsche.

Gesellige Wandersleut

Wildesel leben nicht in festen Herden. Man trifft sich, wandert eine Weile gemeinsam als Gruppe durch die Wüste und trennt sich dann wieder. Dabei herrscht strenge Mitgliederwahl: In der einen Gruppe ziehen nur Stuten mit Fohlen, in der anderen Stuten ohne Fohlen und in der dritten die Hengste. Nur wenige starke Männchen verteidigen als Einzelgänger ein festes Territorium, um sich mit den durchziehenden Weibchen paaren zu können.

Bergzebra
Herkunft: Südwestafrika (Namibia, Südangola)
Nahrung: Gräser und Kräuter
Größe: bis zur Schulter 125 cm hoch
Gewicht: ca. 270 kg
Tragzeit: 345 – 375 Tage

Überlebenskünstler mit großem Herz

Die kleinen Zebras leben vorzugsweise im Bergland und haben sich dem Lebensraum hervorragend angepasst. Mit ihren steilen Hufen können sie flink und sicher über spitze Klippen klettern. Die Hufe sind auch besonders hart, so nutzen sie sich im Geröll und auf dem Fels nicht übermäßig ab. Das Herz der Hartmann-Bergzebras ist im Durchschnitt rund ein Kilogramm schwerer als das der größeren Steppenzebras. So sind die Mini-Zebras für das anstrengende Klettern bestens gerüstet. Je größer das Herz, desto ausdauernder sind die Tiere. Die sportlichen Huftiere kommen sogar tagelang ohne Wasser aus. Praktisch: Im Bergland sind Wasserstellen nur selten zu finden. Leider gibt es von den gestreiften Überlebenskünstlern nur noch 8.300 Exemplare in ihrem natürlichen Lebensraum.

Der feine Unterschied

Es gibt insgesamt drei verschiedene Zebra-Arten: Das Steppenzebra, das Grevy-Zebra und das Bergzebra. Das Bergzebra ist das kleinste der drei. Sein Fell ist gelblich weiß und die schwarz-braunen Streifen sind viel schmaler und zahlreicher als die der anderen Zebras. Das Steppenzebra erinnert an ein Pony, das Hartmann-Bergzebra ist eher eselartig. Ein ganz sicheres Erkennungszeichen der Bergzebras ist die kleine Wamme am Hals, ein nach unten hängender Hautlappen. Wozu der dient, weiß man allerdings bis heute nicht...



© Parkscout / Erlebniszoo Hannover




 




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