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Home > Magazin > Zoo Berlin: Sandkatzen – Neuankömmlinge auf leisen Pfoten



Montag, den 15.09.2008 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Zoo Berlin: Sandkatzen – Neuankömmlinge auf leisen Pfoten


PressemitteilungIm Raubtierhaus des Berliner Zoos ist man stolz darauf, wieder ein Pärchen der seltenen Sandkatzen pflegen zu dürfen. Als vor fast exakt einem Jahr das hoch betagte letzte Individuum der Art starb, war noch nicht sicher, dass die Sandkatzenhaltung in Berlin weitergehen sollte.

Anfang Juni dieses Jahres trafen nun zwei Neuankömmlinge im Zoo ein: der am 4.8.07 in Krakau geborene Kater "Ramin" und die aus dem Wildpark Al Wabra in Katar stammende, am 28.4.04 geborene Katze "Wis". Beide Tiere verbrachten zunächst einige Zeit in Quarantäne bevor sie ins Raubtierhaus umziehen durften. Durch ein "Schmusegitter" voneinander getrennt lebten sie sich anschließend in zwei benachbarten Gehegen ein. Dann war der Zeitpunkt des Zusammenlassens gekommen. Sandkatzen leben naturgemäß einzelgängerisch in sich überschneidenden Territorien, so verwundert es nicht, dass beide Tiere nicht miteinander kuscheln, der Schlafabstand beträgt zuweilen aber kaum mehr als einen halben Meter. Während "Wis" dem nachtaktiven Ruf überwiegend gerecht wird, tollt "Ramin" oftmals tagsüber spielend durch Innen- und Außengehege, wobei er an den Besuchern reges Interesse zeigt. Der Kater ist auch der dominantere Partner, der einzeln gefüttert werden muss, damit er seiner Partnerin nicht das Futter stiehlt.

Sandkatzen gehören mit ihrem runden Gesicht, dem weichen, sandfarbenen Fell und den relativ kurzen Beinen zu den attraktivsten Kleinkatzen, da sie selbst ausgewachsen noch dem Kindchenschema entsprechen. Das Verbreitungsgebiet der geschätzt 50 000 Artgenossen erstreckt sich von der Sahara über Arabien, Zentral-Asien bis nach Pakistan. Hier bewohnen die Tiere trockene Wüstengebiete. Auf der Jagd nach Beute schleichen sie auf befellten Fußballen leise über Sand und Fels. Der Orientierung dienen große runde Ohren und Augen. Innerhalb der europäischen Zoogemeinschaft wird die Zucht koordiniert und auch ein internationales Zuchtbuch geführt. Deutschlandweit findet man die Art nur in drei zoologischen Einrichtungen.


© Parkscout / Zoo Berlin




 




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