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Mittwoch, den 05.09.2007 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Seltener als der große Panda...


Pressemitteilung...ist der neueste Nachwuchs im Tiergarten Heidelberg. Die Roloway-Meerkatzen gehören zu den schönsten Affen überhaupt. Elegante Körperform, bunt gefärbtes Fell und ein langer weißer Spitzbart zeichnen diese hochbedrohte Affenart aus Westafrika aus. Das kleinste Jungtier in Heidelberg ist am 22. Juli zur Welt gekommen. Nach den ersten Wochen fast ausschließlich am Bauch der Mutter, fängt es jetzt an seine Umgebung zu erkunden. Erste Spielversuche mit den beiden älteren Geschwistern oder den langen Schwänzen von Vater und Mutter begeistern die Zoobesucher.

Die außergewöhnlich hübschen Affen sind extrem selten in den Zoos zu beobachten. Nur 34 Individuen dieser seltenen Affenart leben in allen Zoos weltweit, davon allein neun in Heidelberg. Auch die Zucht ist nicht ganz einfach, in den letzten Jahren gab es nur in zwei Zoos regelmäßig Nachwuchs, mit insgesamt fünf Jungtieren ist der Tiergarten Heidelberg der Zoo, der den wichtigsten Beitrag zum Zuchtprogramm dieser seltenen Affen stellt.

Doch nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Tiergarten führend, auch den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern Ghana und Elfenbeinküste hat der Tiergarten Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Als 1999 die ersten Roloway-Meerkatzen nach Heidelberg kamen, war klar, dass sich der Tiergarten auch für den Schutz dieser hoch bedrohten Affenart im Freiland einsetzen würde. Gemeinsam mit anderen europäischen Zoos und einer Naturschutzorganisation gründete der Zoo Heidelberg die "West African Primate Conservation Action", kurz WAPCA, die sich den Schutz von seltenen Affen im westafrikanischen Upper Guinean Forest zum Ziel gesetzt hat. Weniger als 1000 Roloway-Meerkatzen springen noch durch die Regenwälder Ghanas und der Elfenbeinküste, fast ebenso bedroht ist die dort lebende Weißscheitelmangabe, während für den Miss Waldron’s Rotcolobus wahrscheinlich bereits jede Hilfe zu spät kommt. Gründe für die starke Bedrohung ist neben der Lebensraumzerstörung und der Abholzung der Wälder die Jagd auf alles, was sich im Wald bewegt. Wildfleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika, die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der für zahlreiche Tierarten in den Wäldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte.

WAPCA unterstützt die Wildhüter in den Reservaten Westafrikas, in denen die letzten der bedrohten Affen noch vorkommen, mit Ausbildung und Ausrüstung. Der einheimischen Bevölkerung werden in Workshops alternative Einnahmequellen zum Wildfleischhandel näher gebracht. Erste Untersuchungen zeigen, dass der Jagddruck in einigen Reservaten Ghanas bereits zurück gegangen ist, was Hoffnung gibt. In der Hauptstadt Ghanas wurde eine Auffang- und Zuchtstation für bedrohte Affen errichtet. Hier können die auf Märkten und bei Privatpersonen beschlagnahmten Tiere gut untergebracht werden. Erste Zuchterfolge bei den Weißscheitelmangaben helfen den Bestand zu sichern. Außerdem wird das Affenzentrum von der städtischen Bevölkerung sehr gut angenommen, die Kinder lernen die einzigartigen Affen ihres Heimatlandes kennen und sind so hoffentlich eher bereit auf deren Fleisch zu verzichten und sich stattdessen für ihren Schutz einzusetzen.


© Parkscout / Zoo Heidelberg




 




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