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Walross Neseyka © Götz Berlik
© Götz Berlik



Dienstag, den 04.09.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Zoos und Tierparks zu finden.

Hagenbecks Eismeer


Seit dem 5. Juli bietet der Tierpark Hagenbeck seinen Besuchern ein rundum frostiges neues Erlebnis an. Der neue Parkbereich, das Eismeer, lädt zu einer Exkursion durch die Tiefen der kalten Meere und lässt so manchen Tierfreund bestimmt mit einer Gänsehaut durch die begehbaren Anlagen schreiten.

Königspinguine im Eismeer © Götz Berlik
© Götz Berlik
Königspinguine hautnah erleben
Ein 750 Meter langer Weg lädt dazu ein, die Tiere hautnah aus teils ungewöhnlichen Perspektiven zu betrachten. Egal ob Eisbären, Seebären, Walrosse oder Pinguine – alle finden ein Zuhause in den neuen Gehegen, die durchweg mit größter Sorgfalt geplant und errichtet wurden. Viel Wert wurde bei der Umsetzung der Pläne darauf gelegt, dass die Tiere auf dem mehr als 8.000 Quadratmeter großen Areal naturnahe Lebensbedingungen vorfinden. Dazu reiste zum Beispiel sogar extra ein Planungsteam in die Antarktis, um den Lebensraum und die Verhaltensweise der Pinguine kennenlernen und studieren zu können. Das dort gesammelte Wissen floss zielgerichtet in die Erstellung der Konzepte für die Gehege.

In verschiedenen Becken mit einer gesamten Wasserfläche von 1.200 Quadratmetern und einem Fassungsvermögen von rund 5,3 Millionen Liter Wasser können die Meeresbewohner jetzt ausgiebig ihre Runden drehen. Bei ihren Tauchgängen können die Besucher Dank der großen Panoramascheiben auch hautnah dabei sein: 14 Sichtfenster ermöglichen es, die Tiere zu beobachten – das größte von ihnen misst fast drei mal zehn Meter.
Eisbär im Eismeer © Toni Gunner
© Toni Gunner
Eisige Landschaften zum Wohlfühlen
Die Land- und Luftbewohner hingegen nennen die begehbare Seevogel-Voliere ihr neues Zuhause: Sie bietet Lebensraum für Papageitaucher, Küstenseeschwalben, Prachteiderenten, Kampfläufer und andere arktische Seevogelarten. Charakteristisches Merkmal der Voliere ist ein 15 Meter hoher Kunstfelsen, aber auch hier spielt das Wasser eine entscheidene Rolle, denn eine extra für das Gehege entwickelte Wellenanlage sorgt auch für die für die Federfreunde so wichtigen Strömungen.

Seit 2009 liefen die Bauarbeiten für das neue Besuchererlebnis, welches nun das bis dahin existierende Eismeer ablöst. Seit der Eröffnung in diesem Sommer gilt die Anlage als richtungsweisend: Eine innovative Kälte- und Wassertechnik, aber auch das Energiekonzept mit Regen- und Brauchwassernutzung, geothermischem Wärmetauscher und Strom erzeugt durch Sonnenkraft machen die neue Attraktion im Tierpark Hagenbeck zu einer der weltweit innovativsten ihrer Art. Insgesamt kostete der Bau der Anlage rund 20 Millionen Euro.

© parkscout/AM




 




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