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Mittwoch, den 06.10.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Der Hippodom im Kölner Zoo


Flusspferde im Hippodom
Im April 2009 wurde im Kölner Zoo der Grundstein für das nächste Großprojekt des renommierten, drittältesten Tierpark Deutschlands gelegt: der "Hippodom" sollte nicht nur den Flusspferden ein neues Zuhause bieten, sondern auch Heimat für Nilkrokodile oder Rodriguez-Flughunde werden. Ein natürlicher Lebensraum entstand hier in den letzten Monaten in einer großen Halle mit Außengehege, der in diesem Mai feierlich eröffnet wurde.

Rechtzeitig zum 150jährigen Jubiläum des Kölner Zoos war es endlich soweit. Der neue Hippodom besteht innerhalb einer 3.500 Qudaratmeter großen Anlage, die den realen Lebensbedingungen entspricht und in dem die Tiere nach dem aktuellen Stand zoologischer Erkenntnisse gehalten werden. Wichtigster Bestandteil ist eine rund 2.000 Quadratmeter große Halle mit einem Glasdach und einer üppigen Vegetation, durch die sich eine Art Abenteuerpfad mit mehreren Aussichtspunkten auf die einzelnen Gehege schlängelt. Zahlreiche Informationstafeln und Exponate sorgen für zusätzliches Edutainment. Durch das wechselnde Höhenniveau des Besucherweges können Jung und Alt die Tiere problemlos aus verschiedenen Perspektiven entdecken. Sie schauen Nilkrokodilen in die Augen und Flusspferden in ihr riesiges Maul. Die Vogelwelt Afrikas ist wie zahlreiche Reptilien- und Fischarten ebenfalls im neuen Hippodom vertreten Die Ufersteilwände entlang des dicht bepflanzten Innenbereichs sind optimale Brut- und Nistplätze für Bienenfresser und andere Tropenvögel, die frei in der Halle umher fliegen.

Krokodil im Hippodom
Die Unterwasserbereiche der Flusspferde und Krokodile sind dank drei Meter hoher, zehn beziehungsweise fast fünfzehn Meter langer und fünf Tonnen schwerer Acrylglasscheiben für die Besucher voll einsehbar. Für ungetrübte Sicht auf die Tiere unter Wasser sorgt ein ausgeklügeltes Membranfiltersystem. Die 580 Kubikmeter Wasser in den Becken der Flusspferde und Nilkrokodile werden in einem Kreislauf ständig über Grobfiltration, pH-Wert-Korrektur, Ultrafiltration und Ozonierung vollautomatisch geklärt. Gerade im Becken der Flusspferde ist dies von großem Vorteil, da die Tiere das Wasser regelmäßig mit ihrem Kot beschmutzen. Soweit die Theorie – in der Praxis ist das Wasser überraschenderweise trotz einer stärkeren Grünfärbung durch Algen wirklich recht klar, und man kann die Tiere tatsächlich bei ihren Schwimmbewegungen gut beobachten.

Der Hippodom ist ohne Frage eine wertvolle Bereicherung des Angebots im Kölner Zoo, auch wenn er nicht die imposanten Ausmaße des Elefantenparks und das "Aha-Erlebnis" bei dessen erstem Anblick erreicht. Mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro wurde mit der neuen Halle und den Außengehegen auf jeden Fall ein weiterer Publikumsmagnet errichtet, der das Erleben von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung und die direkte Begegnung zwischen Mensch und Tier zur Maxime macht.




© parkscout/MV




 




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