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Fort Fear



Sonntag, den 14.10.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Jackie Moon ist wieder da!


Wir schreiben das Jahr 2009, als zum ersten Mal in den dichten Wäldern des Sauerlandes die Nachricht die Runde macht, dass in Bestwig eine geheimnisvolle Kostümbildnerin namens Jackie Moon einen Rachefeldzug gegen die Mitarbeiter eines Theaters gestartet hat, bei dem sie die armen Seelen in lebende Puppen verwandelt. Daraus entwickelt hat sich in nur drei Jahren die wohl innovativste Halloween-Veranstaltung in einem deutschen Freizeitpark, die konsequent eine Geschichte erzählt, der sich Mazes, Shows und Erschrecker auf beeindruckende Weise unterordnen: das Fort Fear Horrorland im sauerländischen Fort Fun Abenteuerland.

Secret Stage of Horror © FORT FUN Abenteuerland
© FORT FUN Abenteuerland
"Secret Stage of Horror"
Nachdem, der Story folgend, das "Killing Dolls Theater", in dem Jackie vor drei Jahren zum ersten Mal in Erscheinung trat, zerstört wurde, hat sie nun Zuflucht gefunden in der ehemaligen Geisterbahn des Parks, die Anfang der Saison mit schönen Multimediaeffekten als "Secret Stage of Horror" ihre Renaissance feiern durfte.

Für das Halloween-Event wurden nun nicht nur neue Projektionen und Frames für die Living Pictures im Wartebereich produziert – im Inneren warten auch einige von Jackies Puppen auf die Besucher, um ihnen das Fürchten zu lehren, während der ehemalige Besitzer der Geisterbahn, Mr. Shabby, rastlos mit einer Laterne in der Hand vor dem Eingang seine Runden dreht. Dieses spezielle Fort-Fear-Update macht aus diesem ohnehin schon sehr guten Darkride einen prima Einstieg in die Welt von Jackie Moon und ihren "Dolls". Da Jackie ständig Nachschub für ihr grausames Treiben benötigt, hat sie auch in diesem Jahr wieder Nachschub bei einem taiwanesischen Unternehmen bestellt, das in Containern am Güterbahnhof des Parks bereit steht. In diesem Zusammenhang sei auch einmal auf die Internetseite dieses Herstellers aus Fernost hingewiesen, die unter www.happytime-dollcompany.com zu erreichen ist. "Ausgeliefert", so der Name des Maze, feierte bereits im vergangenen Jahr seine Premiere und bietet auch diesmal wieder Gruselkost auf hohem Niveau. Misslungene Puppen werden von Jackie Moon im dunklen Wald von Bestwig entsorgt. Der "Friedhof der Puppen" befindet sich mitten in einem unwegsamen Gelände, zu dem die Besucher mit einem kleinen Zug gefahren werden. Allerdings ist der abendliche Gang durch das dichte Nadelgehölz naturgemäß von den Wetterverhältnissen abhängig – bei starkem Regen bleiben die dort befindlichen Dolls in ihrer letzten Ruhe ungestört.

Alpträume werden wahr

Neu in diesem Jahr ist "TRAUMAtisiert", eine Reise in die finstersten Alpträume von Jackie Moon und gleichzeitig ein Abstecher zurück in ihre eigene Vergangenheit. Bei diesem Maze wurde mit allen üblichen Konventionen gebrochen – den Besucher erwartet ein verstörendes, die Sinne verwirrendes Erlebnis, das man in dieser Form noch nirgends gesehen hat. Statt billiger Schockeffekte erwartet den Gast hier eine psychologisch ausgeklügelte Traumsequenz, die nicht nur einen Blick in die tiefsten Abgründe von Jackie ermöglicht, sondern dem Besucher auch einen Spiegel seiner eigenen Alpträume vorsetzt. An dieser Stelle weitere Details zu verraten, würde den Effekt von "TRAUMAtisiert" schwächen – aus diesem Grunde verzichten wir hier auf Spoiler jeglicher Art und können nur jedem Grusel-Fan dringendst empfehlen, dem Maze einen Besuch abzustatten …

Fort Fear
Das Team von "Seceret Stage Illusions"
Ebenfalls nicht verpassen sollte man die neue Show "Secret Stage Illusions", in der die Geschichte von Jackie Moon auf äußerst kurzweilige Art erzählt wird. Herzstück der Produktion sind verschiedene Illusionen, mit denen Jackie Moon Theater-Angestellte in willenlose Puppen verwandelt. Das wirklich Bemerkenswerte daran ist aber vor allem die durchgängige Storyline, bei der die einzelnen Nummern ineinander übergehen und die Geschichte voran treiben. Dazu kommt eine imposante Darstellung von Bianca Farla als Jackie Moon, die die Wut und die Verzweiflung ihrer Figur perfekt in die Illusionen einfließen lässt und damit durchaus für den einen oder anderen Gänsehaut-Moment sorgt. Die Show wurde glänzend inszeniert, bietet ein tolles Bühnenbild, schöne Effekte, hervorragende Tänzerinnen und eine Gesamtatmosphäre, die von anderen Halloween-Shows in anderen Parks noch nicht einmal ansatzweise erreicht wird.

Intelligenter Grusel statt Splatter

Vor allem dank des neuen Maze und eben dieser Show hat das Fort Fear Horrorland im Vergleich zum Vorjahr qualitativ noch einmal kräftig zugelegt. Man muss aber auch klar sagen, dass Freunde von blutigem Kettensägen-Terror hier nicht glücklich werden dürften – statt auf die üblichen Splatter-Orgien setzt man im Sauerland auf einen niveauvollen und intelligenten Grusel, der nicht auf einen Ekelfaktor setzt, sondern sich in die Psyche seiner Gäste vergräbt. Dazu kommt, dass sich im Fort Fear Horrorland alles um eine einzige Geschichte dreht, in die man komplett eintauchen kann und die bis auf das kleinste Details ausgeklügelt ist – zusammenhanglose Versatzstücke wie eigentlich bei allen anderen Freizeitpark-Halloween-Events gibt es hier nicht!

Die letzte Möglichkeit, dieses außergewöhnliche Event noch in diesem Jahr zu besuchen, bietet sich am kommenen Freitag und Samstag, wenn Jackie Moon in den Abendstunden wieder ihr Unwesen im Fort Fun Abenteuerland treibt. Alle weiteren Informationen zu den Zeiten und Preisen für die Mazes findet Ihr im Internet unter www.fortfear.de.




© parkscout/MV




 




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