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Walt Disney Studios



Montag, den 19.02.2018 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Rock'n'Roller Coaster: Ein Kommentar


Ein Kommentar von Mike Vester

Disney's Ankündigung, den Rock'n'Roller Coaster zu schließen (wir haben vor einer Woche davon berichtet) und die Achterbahn einem Marvel-Rebranding zu unterziehen, scheint bei der Fan-Base nicht den gewünschten Erfolg zu haben: Auf den Social-Media-Seiten des Resorts war nach der Veröffentlichung jedenfalls keine große Welle der Begeisterung zu spüren – ganz im Gegenteil!

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass Disney mit dem Marvel Cinematic Universe eines seiner stärksten Franchises auch fokussierter in die Freizeitparks bringen möchte, aber der Walt Disney Studios Park leidet immer noch vor allem unter seiner recht überschaubaren Menge an Attraktionen. Da wirkt die Entscheidung, aus dem beliebten Rock'n'Roller Coaster eine Avengers-Achterbahn zu machen, umso unverständlicher. Zur Erinnerung: Aerosmith haben mehr als 150 Millionen Tonträger verkauft, die Band belegt im "Rolling Stone" Platz 59 der 100 wichtigsten Musiker aller Zeiten. Ob man die Songs nun mag oder nicht: Steven Tyler und seine Kollegen sind Musikhistorie!Spielt es da eine Rolle, dass viele junge Leute Aerosmith nicht mehr kennen? Wenn dies ein Grund für den Umbau gewesen sein sollte, ist dies für mich eine Bankrotterklärung an das Bildungssystem. Auch die Tatsache, dass die Lizenz für die Musik in ein paar Jahren erneuert werden müsste, kann wohl keine ernsthafte Motivation für das Rebranding sein – das dürfte Disney aus der Portokasse bezahlen können.

Und selbst wenn man dort der Meinung gewesen sein sollte, dass der Rock'n'Roller Coaster nicht mehr zu Disney passt und die Marvel-Lizenzen mehr neue Besucher anziehen könnten, frage ich mich trotzdem, warum man sich für die nun veröffentlichte Lösung entschieden hat? Die Achterbahn selbst ist ohne das multimediale Effekt-Gewitter recht durchschnittlich und existiert ja auch noch in baugleicher Form in Walibi Holland. Wäre es nicht konsequenter gewesen, die Anlage, die nach mehr als 15 Jahren Betrieb auch schon erste Abnutzungserscheinungen zeigt, abzureißen und etwas komplett Neues zu präsentieren – zumal der größte Teil des Budgets ohnehin für die konzeptionelle Entwicklung und die Thematisierung verbraucht wird und dies bei einem Umbau nicht viel günstiger sein dürfte? Oder warum nutzt man nicht die zur Verfügung stehende Fläche, um eine neue Achterbahn mit Marvel-Thema zu bauen, um die Kapazität des Parks zu erhöhen – bei den Investitionssummen, die Disney für seine Attraktionen bekannt gibt, dürfte das auch nicht viel teurer werden.

Wie viele andere Attraktionen im Walt Disney Studios Park, die inzwischen leider nicht mehr existieren, ist auch die französische Variante des Rock'n'Roller Coaster ambitioniert. Hier geht es nicht in Limousinen durch Hollywood, sondern als Tonfolge in Mischpulten durch eine Lichtershow – eine abstrakte Verquickung von Sound und visuellen Eindrücken, die man fast schon als Kunstform bezeichnen könnte. Das Marvel Cinematic Universe hingegen lebt von seinen opulenten Computereffekten, deren Umsetzung in einer Achterbahn auf herkömmlichem Wege nur schwer vorstellbar ist. Es sei denn, und diese Befürchtung habe ich in der Tat, die Abenteuer der Avengers werden mit Hilfe von VR-Brillen realisiert – ein entsprechend produzierter Film könnte ja dann auch bei der Schwesteranlage in den USA eingesetzt werden, die ja ebenfalls "marvelisiert" werden soll.

Nachdem die ursprüngliche Planung, den Tower of Terror in Paris mit einem Guardians-of-the-Galaxy-Theming zu versehen, wohl in letzter Sekunde wieder gekippt wurde, bleibt nur zu hoffen, dass man bei Disney die Pläne für den Rock'n'Roller Coaster aufgrund der massiven negativen Reaktionen ebenfalls wieder verwirft und stattdessen lieber die dringend notwendigen Investitionen für neue Attraktionen in beiden Pariser Disney-Parks tätigt!

UPDATE!

Eine Woche nach diesem Kommentar hat Disney am 27.2.2018 überraschend verkündet, den gesamten Walt Disney Studios Park ab 2021 stark auszubauen. Der linke Parkteil wird dabei scheinbar mit Marvel-Attraktionen umgebaut, hinter dem bisherigen Gelände soll ein großer See entstehen, an dessen Rand zwei neue Themenbereiche mit "Star Wars" und "Die Eiskönigin" gebaut werden sollen. Damit ist der allgemeine Wunsch nach einer höheren Kapazität des Parks sowie neuen Attraktionen offensichtlich erhört worden. Wir werden berichten, sobald es neue Informationen zu diesem Thema gibt.

© parkscout/MV




 




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Dass viele junge Leute nicht mehr allzu viel mit Aerosmith anfangen können, soll eine Bankrotterklärung des Bildungssystems sein? Naja. Jede Generation hat nunmal ihre eigenen Idole und bevorzugten Musikrichtungen.

Allerdings kann ich die Argumentation des Artikels nachvollziehen. Da die Zahl der Attraktionen eh schon begrenzt ist, würde es Sinn ergeben einen komplett neuen Ride zu schaffen. Ich bin auch generell kein Fan davon alten Rides ein neues Konzept "aufzuzwingen". Obwohl dies ja beim Tower of Terror in Kalifornien recht gut funktioniert haben soll (dennoch bin ich froh, dass wir die Originalversion in Paris behalten werden).

Allerdings kann ich mir vorstellen, dass über die Zeit ein kompletter Marvel-Themenbereich in den Studios geschaffen werden wird. Und dann macht es durchaus Sinn den ehemaligen Rock'n'Roller Coaster in diesen Bereich einzugliedern. Zumal er ja auch nicht die beeindruckendste Fassade besitzt.

25.02.2018 14:57
Max






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