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Mittwoch, den 09.03.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Turbulenter Winter in Geiselwind


Eigentlich ist der Winter für einen Freizeitpark und dessen Betreiber die einzige Möglichkeit im Jahr, einmal zu verschnaufen und sich von einer langen und anstrengenden Saison mit sechs bis sieben Arbeitstagen in der Woche zu erholen. Die Ausnahme von dieser Regel war im vergangenen Winter wohl das Freizeit-Land Geiselwind.

Eine der Achterbahnen des Freizeit-Land
So gab es bereits kurz nach Ende der Saison 2010 im sonst ruhigen und beschaulichen Frankenland einige Spekulationen über einen möglichen Verkauf des vor mehr als 40 Jahren mit viel Engagement und persönlichem Einsatz der Familie Mensinger erbauten Freizeit-Land Geiselwind zwischen Nürnberg und Würzburg. Nachdem lokale Medien schnell über den möglichen Investor - Matthäus Ziegler, Erbe einer Schnapsbrennerei - berichteten, wurden auch Pläne über die Verdopplung der Parkfläche und weitere Großinvestitionen in Attraktionen und Hotels nach Übernahme durch Ziegler bekannt.

Nur zu einem wirklichen Abschluss der Verhandlungen wollte es nicht kommen und so waren die Mensingers Ende Januar 2011 dazu gezwungen, die Gespräche abzubrechen, um eine solide Planung für die Öffnung zur Saison 2011 zu ermöglichen. Wenn man bedenkt, dass Freizeitparks mit den Vorbereitungen wie Marketingmaßnahmen, neue Attraktionen, Showprogramm etc. für die neue Saison spätestens zum Ende der alten Saison beginnen, kann man sich vorstellen, welche Aufgaben bis zur Eröffnung am 16. April für die Betreiber des Freizeit-Land nach dem Abbruch der Verhandlungen über den Verkauf des Parks in den letzten Wochen zukamen. Die größte Herausforderung war wohl die Suche nach einer Achterbahn, die den Platz der 2009 stillgelegten Marienkäferbahn einnehmen sollte. Dass es sich in der kurzen Zeit bis zum Saisonbeginn nur um eine bestehende Anlage handeln konnte, war von Anfang an klar. Schnell wurde man auch fündig und handelseinig über den Kauf einer "Crazy Mouse" von einem deutschen Schausteller. Dass diese Achterbahn jedoch trotz mündliche Zusage wenige Zeit später an einen anderen Schausteller verkauft wurde, überraschte wohl vor allem die Geschäftsführung des Freizeit-Land, die erneut auf die Suche nach einer neuen Attraktion gehen musste.

Diese Suche führte vor wenigen Tagen in den hohen Norden nach Dänemark in das Sommerland Syd, wo in der letzten Saison eine "Wilde Maus" aus dem Hause Mack ihre Runden drehte, die sich im Besitz des Stuttgarter Schaustellers Kinzler befindet. Die Bahn passt auch von den Abmessungen auf die geplante Fläche, so dass sie nun vorerst für ein Jahr angemietet wird, um die Zeit für längerfristige Planungen zu haben, aber den Besuchern trotzdem zu dieser Saison einen auch in vielen anderen Parks bei den Besuchern überaus beliebten Achterbahntyp wie die "Wilde Maus" anzubieten. Von Erholung über den Winter kann man im Freizeit-Land Geiselwind dieses Jahr also wahrlich nicht sprechen.

© parkscout




 

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Allein die Vorstellung, das die Familie Mack ihren Europapark verkaufen würden!
Mir wäre es sehr unangenehm!
Ich hoffe es bleibt ein Familienunternehmen, da die Familie Wert auf die Kunden legt und nicht wie andere aufs Geld!
Und das macht den Europapark so erfolgreich!

04.04.2011 22:25
Kay Krumme




Für mich ist es unbegreiflich wie man einfach einen Freizeitpark verkaufen kann, wie es vor Kurzem im Holiday Park war. Nach so langer Zeit einfach das "Werk" was man erbaut hat "abschieben"!!

09.03.2011 19:22
Marcel






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