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Seit ein paar Wochen ist der belgische Ausnahme-Zoo Pairi Daiza um eine große Attraktion reicher, die nicht nur Weltrekorde bietet, sondern einmal mehr zeigt, warum er bereits mehrfach zum besten Zoo Europas gekürt wurde. Die Rede ist von Edenya, der größten Tropenhalle der Welt, die mit einem Investitionsvolumen von 215 Millionen Euro realisiert wurde. Alleine die Ausmaße des Gebäudes sind unglaublich: Rund acht Fußballfelder misst die Grundfläche, auf der sich mehrere Etagen bis zu einer Höhe von 24 Metern nach oben erstrecken, und die 230 Tier- und 1.800 Pflanzenarten ein neues Zuhause bietet.
Edenya bei Nacht
Die reinen Daten und Fakten lesen sich nicht nur beeindruckend – sie sind es auch. Wenn man die riesige Halle zum ersten Mal betritt, kann man nur ungläubig staunen, was man hier in Belgien auf die Beine gestellt hat. Und man merkt bereits sehr schnell, dass man beim Besuch von Edenya gut zu Fuß sein sollte und durchaus ein paar Stunden einkalkulieren muss, wenn man alles sehen möchte. Dabei spielt das Wetter des Besuchs eine völlig untergeordnete Rolle: In Edenya ist es immer warm und trocken – die totale Wetterunabhängigkeit ist ein klarer Pluspunkt, gerade an trüben Herbsttagen oder im Winter. Einzig der zusätzliche Eintritt für die neue Halle in Höhe von sieben Euro in Kombination mit einer Reservierung fallen auf den ersten Blick negativ auf – man muss allerdings sagen, dass es aufgrund der begrenzten Kapazität der Halle und der allgemein hohen Besucherzahlen von Pairi Daiza kaum anders möglich gewesen wäre, die Besucherströme sinnvoll zu lenken. Außerdem muss man ganz klar sagen, dass der Aufpreis angesichts des Gebotenen auch völlig gerechtfertigt ist!
Es geht los!
Nachdem wir also den Haupteingang betreten haben, wo man übrigens auch Gepäck und warme Jacken in Schließfächern deponieren kann, geht es endlich los: Natürlich gibt es einen ausgeschilderten Rundweg, aber es macht uns einfach mehr Spaß, die Halle auf eigene Faust zu erkunden und die Tiere, Pflanzen und die anderen Schönheiten der Natur bei dem Gang durch dieses quasi dreidimensionale Labyrinth selbst zu entdecken. Während man auf der einen Seite von einer Hängebrücke unter der Decke einen famosen Überblick auf die ganze Halle bekommt, kann man sich auf der anderen Seite ganz nach unten bewegen wo man am Grund des Meeres auf Haie, Schildkröten oder Seekühe trifft.
Schildkröte unter Wasser
Die Reise durch Edenya beginnt mit einem gewaltigen Wasserfall, zu dessen Füßen Jaguare zu finden sind, die hier durch ihr Gehege streifen. So anmutig diese Raubkatzen auch sein mögen, haben sie der Faszination des gleich benachbarten Schmetterlingsgartens kaum etwas entgegen zu setzen: Die bunten Falter, die es sich auch gerne mal auf den Haaren oder Händen der Besucher bequem machen, strahlen einfach eine unglaubliche Schönheit und Ruhe aus.
Danach geht es dann auch gleich in den tropischen Regenwald, der zum einen auf einem ebenerdigen Weg erkundet, aber alternativ auch von einer Brücke aus überblickt werden kann. Besucherlieblinge sind hier natürlich die bolivianischen Totenkopfäffchen, die sich von Baum zu Baum schwingen und den Besuchern auch gerne mal näher kommen. Frei fliegende Vögel kann man hier genauso entdecken wie Zwergflusspferde, Otter oder Brazza-Meerkatzen, die in einem Gebiet names "River Village" zu finden sind.
Am Abgrund
Ein weiteres Highlight von Edenya ist zweifellos "The Tropical Beach", ein Strandbereich, der scheinbar nur ein Restaurant, eine Bar, die Rezeption und einen Shop bietet, unter dessen Oberfläche sich allerdings zwei riesige Aquarien befinden, in denen sich Haie, Rochen, verschiedene Fischarten und Seekühe inmitten versunkener Tempelanlagen tummeln. Zwischen den beiden Becken befindet sich eines der wenigen Unterwasser-Restaurants Europas: "The Abyss". Das Besondere ist übrigens nicht nur die tolle Atmosphäre, die man hier genießen darf: Das Essen selbst ist ebenfalls fantastisch und jeden Cent wert. Wenn Ihr in Edenya speisen möchtet, ist "The Abyss" eine ganz klare Empfehlung!
Kattas im Dry Forest
Trockener wird es in "The Dry Forest", einem wüstenähnlichen Gebiet mit meterhohen Kakteen, Palmfarnen und zwei kleinen Bodhi-Bäumen – Nachkommen des Baumes, unter dem Siddhartha Gautama erleuchtet und zu Buddha wurde. Zu den tierischen Bewohnern gehören hier Wüstenfüchse, Kattas und Mungos. Das letzte Gebiet, das Ihr in Edenya erkunden könnt, wäre schließlich das "Pantanal Cliff" mit Mähnenwölfen, Capybaras, Tapiren und Ameisenbären.
Pairi Daiza wäre nicht Pairi Daiza, wenn es in Edenya nicht auch verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten geben würde – und hier habt Ihr dann wirklich die Qual der Wahl: Es gibt geräumige Unterwasser-Suiten mit direktem Ausblick auf die Haie oder Seekühe, Baumhäuser über den Baumwipfeln des Regenwalds mit Terrassen, die einen tollen Blick auf die Totenkopfäffchen ermöglichen, oder auch in Felswänden eingebaute Zimmer, von denen aus man die Capybaras oder Wölfe beobachten kann. Insgesamt 88 verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl – Ihr solltet allerdings rechtzeitig buchen!
Impressionen von Edenya
Fazit
Edenya ist zweifellos ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Pairi Daiza. Und gleichzeitig wird auch immer deutlicher, warum Gründer Eric Domb von einem "Garten der fünf Wunder" spricht, bestehend aus den Tieren (Wunder Eins), den Bäumen und Gärten (Wunder Zwei), den Schätzen der Erde (Wunder Drei), dem, was die Menschen erschaffen haben (Wunder Vier) und dem Entstehen der Liebe für das, was wir beschützen wollen (Wunder Fünf). Die beeindruckende Symbiose aus Flora, Fauna, Kultur und Emotion spiegelt sich in Edenya genauso wieder wie in all den anderen Welten des belgischen Parks, der mit seiner Neuheit seine eigene Messlatte ein weiteres Mal erhöht hat. Gleich nebenan entsteht übrigens aktuell ein Wasserpark, der das Portfolio von Pairi Daiza weiter ausbauen wird. Es bleibt also spannend im belgischen Brugelette ...