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Bitte beachten: Dieses ist ein klassischer Parkscout-Artikel, der bestmöglichst an das neue Layout angepasst wurde
21.09.2009 | Freizeitparks | Magazin

Ein Besuch im Freizeitpark Plohn


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Efteling-Feeling in Plohn
Die Geschichte des heutigen Freizeitpark Plohn geht zurück auf das Jahr 1991, als in der Gemeinde Lengenfeld in Sachsen im Naturschutzgebiet der Plohnbachaue von dem nach der Wende arbeitslos gewordenen Arnfried Völkel ein Forellenhof mit Gaststätte eröffnet wurde. Nur fünf Jahre später wurde mit einem kleinen Märchenwald die Basis gelegt für den heute sicherlich schönsten Freizeitpark in den neuen Bundesländern, der noch vor wenigen Monaten mit der neuen Holzachterbahn "El Toro" von sich reden machte.

Hält man sich nach dem Eingang rechts, wird es zunächst einmal prähistorisch. Dort wartet eine längere Floßfahrt auf die Besucher, bei der man einen Brontosaurus, einen Triceratops oder auch einen Pterosaurus in Aktion sehen kann. Die wenigen Bewegungen der Animatronics fallen unüblicherweise recht weich aus, wodurch die Figuren irgendwie "realer" wirken als bei vergleichbaren Fahrten. Gelungen ist auch das Urzeitdorf mit einem hübsch gestalteten Freefall, bei dem man in einen überdimensionalen Kochtopf fällt. Schon hier fällt die Liebe zum Detail, die sich durch den gesamten Park zieht, sofort ins Auge: hier wird mehr als deutlich, was man selbst bei einem begrenzten Budget mit Phantasie und Originalität erreichen kann. Angrenzend an diesen Bereich befindet sich der Märchenwald. Zunächst einmal muss man hier festhalten, dass sich die Schaukästen in hervorragendem Zustand befinden – die Pflege dieses älteren Parkbereichs liegt dem Betreiber offensichtlich am Herzen. Und wenn man dann plötzlich zwischen den Bäumen ein großes Schloss entdeckt, das majestätisch in den Himmel ragt, fühlt man sich schon fast ein wenig an die Mutter aller Märchenwälder in Efteling erinnert. Leider werden viele solcher Bereiche in Freizeitparks nur noch stiefmütterlich behandelt, weil sie dem modernen Image nicht mehr entsprechen – Plohn hingegen ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Märchenwald auch in der heutigen Zeit nichts von seiner Anzeihungskraft verloren hat, wenn man sich liebevoll darum kümmert.

Der Ritt auf "El Toro"
Actionreicher wird es dann im Wild-West-Bereich des Parks. Platzhirsch ist hier natürlich die neue Holzachterbahn "El Toro", mit der neue Maßstäbe in Deutschland und vielleicht sogar Europa gesetzt wurden. Der Coaster ist eigentlich mit knapp 25 Metern nicht allzu hoch ausgefallen und auch die Länge von rund 720 Metern liest sich auf dem Papier nicht gerade überragend. Umso überraschender ist es schließlich, dass man "El Toro" als wahres Powerhouse bezeichnen muss. Die Geschwindigkeit nimmt ab dem ersten Drop nicht mehr spürbar ab – die Züge donnern mit einer derartigen Geschwindigkeit über die einfallsreiche Strecke, dass man kaum noch Zeit zum Atmen hat. Diese Holzachterbahn ist schlichtweg ein Meisterwerk, das problemlos an den bisherigen Top-Bahnen Europas wie "Troy" oder auch "Tonnere de Zeus" vorbeizieht, und die Qualität der US-Firma "Great Coasters International", die für "El Toro" verantwortlich zeichnet, noch einmal eindrucksvoll unterstreicht.

Wem der im wahrsten Sinne des Wortes Ritt auf dem wilden Stier zu heftig sein sollte, darf sich mit der Achterbahn "Silver Mine" auf einen gut erhaltenen klassischen "Flitzer" aus den 1970er Jahren freuen. Alleine die Fassade der Station ist schon ein echter Hingucker: was man mit Holzbrettern so alles zaubern kann, ist einfach schlicht faszinierend. Im Wild-West-Bereich findet man übrigens auch eine Wildwasserbahn, die kurioserweise in einem Indoor-Teil nach der Station mit einer Geisterbahnfahrt beginnt. Die Boote bewegen sich hier langsam an mit Schwarzlicht beleuchteten Gruselszenen vorbei, bevor es schließlich auf den ersten Lift in die Höhe geht. Für Kinder dürfte außerdem vor allem das größte Baumhaus Deutschlands zu den Highlights des Freizeitpark Plohn gehören. Das Haus ist nicht nur optisch ein absoluter Leckerbissen, sondern bietet auch zahlreiche Klettermöglichkeiten und sechs verschiedene Rutschen.




Zahlreiche weitere Attraktionen für Jung und Alt sowie ein großes Show-Theater mit einem nur durch Glasscheiben getrennten Restaurant runden das Angebot in Plohn ab. Neben einem günstigen Eintrittspreis unter der magischen 20-Euro-Grenze fällt vor allem die Preisgestaltung in der Gastronomie positiv auf – insbesondere der frisch zubereitete Fisch aus der eigenen Zucht und Räucherei in der Gaststätte "Forellenhof" sollte bei einem Besuch nicht verpasst werden.

13 Jahre sind erst seit der Öffnung des Märchenwalds im Freizeitpark Plohn vergangen, und wenn sich der bis dato eher regional ausgerichtete Park weiterhin in diesem Tempo und mit dem bisherigen Qualitätsstandard entwickelt, wächst in Sachsen eine der zukünftigen Top-Destinationen im Osten heran. Schon heute kann Plohn mehr als nur überzeugen – der Slogan von Tripsdrill, Deutschlands ältestem Freizeitpark, "Mit Liebe gemacht" trifft jedenfalls in gleichem Maße auch auf das zu, was den Besuchern in Lengenfeld geboten wird.





© parkscout/MV

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