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Bitte beachten: Dieses ist ein klassischer Parkscout-Artikel, der bestmöglichst an das neue Layout angepasst wurde
16.08.2009 | Freizeitparks | Magazin

Eröffnung des ring°werk


Blick in die Haupthalle
Am Samstag, 16. August 2009, wurde das bereits seit mehreren Jahren angekündigte ring°werk am Nürburgring eröffnet. Die etwa 15.000 Quadratmeter große Halle beinhaltet eine Mischung aus Museum und Freizeitpark, um den täglichen Besuchern der Rennstrecke ein erweitertes Angebot –unter anderem die schnellste Achterbahn der Welt - anzubieten.

Für Motorsport-Fans wird im ring°werk auch durchaus einiges geboten. Bei einer großen Ausstellung in der Haupthalle darf man sich verschiedenste Rennboliden aus mehreren Epochen ganz aus der Nähe anschauen, während einer kleinen Showeinlage kann man live einem Reifenwechsel beiwohnen, zahlreiche Informations-Panels geben tiefere Einblicke in das Geschehen rund um den Motorsport und Anhänger von Rennsimulationen werfen sich in einer Art Playstation-Area in virtuelle Formel-Eins-Autos. Mit anderen Worten: wer sich auch nur ansatzweise für das Thema und die Geschichte des Nürburgrings interessiert, wird hier sicherlich einige interessante Stunden verleben können.

Freizeitpark-Fans hingegen, die Motorenlärm und Rennfeeling nicht allzu viel abgewinnen, könnten sich hingegen schon nach kurzer Zeit langweilen. Es gibt im ring°werk gerade einmal fünf "Fahrattraktionen", von denen am Eröffnungstag nur drei bedingt funktionsfähig waren. Das Multi-Media-Theater "Grüne Hölle" stand leider noch nicht zur Verfügung, und auch die offizielle Inbetriebnahme des Coasters wird sich vermutlich noch bis Ende September hinziehen. Natürlich wird die Achterbahn "ring°racer" der Hauptanziehungspunkt des ring°werks sein – eine Beschleunigung auf 217 Stundenkilometer dürfte sicher zahlreiche Coaster-Fans in die Eifel ziehen, doch ob alleine diese Anlage (wenn sie im Spätsommer öffnet) den doch recht hohen Eintrittspreis von 19,50 EUR für den klassischen Freizeitpark-Fan rechtfertigt, ist bei dem restlichen Angebot eher fraglich.

Die schnellste Achterbahn der Welt
Neben einem leider recht belanglosen interaktiven Darkride, der frappierend an "Robot Rescue" des ehemaligen Space Centers in Bremen erinnert, kann man ansonsten in einem 4D-Kino noch einen technisch recht gut gemachten Image-Film über das 24-Stunden-Rennen erleben und in einem wirklich gelungenen Bussimulator über die Nordschleife brettern. Allerdings setzt man damit bei drei von fünf Attraktionen auf 3D- oder Simulationstechnik, die bekanntlich einen immens niedrigen Wiederholungsanreiz haben. Das Interieur der Halle selbst wirkt naturgemäß sehr technisch und erinnert eher an eine Messeveranstaltung als an einen typischen Freizeitpark – auch damit werden sich Besucher, die nicht motorsportaffin sind, kaum anfreunden können.

Für Nurburgring-Fans ist das neue ring°werk ganz klar ein reizvolles Zusatzangebot. Und auch für Business-Veranstaltungen und Events dürfte die Halle mit ihrer Ausstellung und den Fahrgeschäften sicherlich ein zusätzlicher Anreiz sein. Für Familien mit Kindern hingegen, die am Wochenende einen Ausflug zu einem Freizeitpark machen wollen, ist das ring°werk hingegen bislang eher suboptimal, da die Anzahl der eigentlichen Attraktionen in keinem Verhältnis zum Eintrittspreis steht.


© parkscout/MV

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