10.06.2014 | Magazin | Zoos und Tierparks

Zoo Magdeburg


Als der Zoo Magdeburg am 21. Juli 1950, damals noch als Heimattiergarten, erstmals seine Pforten öffnete, konnte wohl noch niemand ahnen, dass er sich in den folgenden nun schon mehr als 60 Jahren zu einem der bedeutendsten Tierparks Sachsen-Anhalts entwickeln würde. Ganze 330 Tiere nannte man damals sein Eigen – bis heute ist der Bestand auf 835 angewachsen. Aber auch sonst hat sich einiges getan.

Nashornbaby im Zoo Magdeburg © Zoologischer Garten Magdeburg

Bereits 1959 kam es zu einer ersten Erweiterung des Zoogeländes, das heute eine Gesamtfläche von 16 Hektar umfasst. Der Schwerpunkt der hier beheimateten Tierarten liegt, wie auch zur Zeit des Heimattiergartens, noch immer auf Vögeln und Säugetieren, in den letzten Jahren haben aber auch zahlreiche Reptilien und Amphibien den Weg nach Magdeburg gefunden. Zusammen mit Nagetieren und Erdmännchen bewohnen sie den Eingangsbereich, der dank seiner schwungvollen Architektur auf den Namen "Zoowelle" hört. Außerdem sind hier ein Zooshop, das Zoo-Bistro und die Verwaltung untergebracht.

Zu den Höhepunkten bei einem Besuch im Magdeburger Zoo gehört aber auch die Afrika-Anlage "Africambo I". Auf dem 2010 eröffneten, 20.000 Quadratmeter großen Areal sind verschiedenste Tierarten des Schwarzen Kontinents untergebracht. Giraffen, Nashörner, Warzenschweine und Affen tummeln sich auf der Anlage. Mit "Africambo II", der Erweiterung der Elefantenanlage, plant der Zoo für nächstes Jahr zudem eine Ausweitung des afrikanischen Themenbereichs. Ein Besuch lohnt sich aber auch auf der "Südamerika-Anlage" mit Tapirhaus und Außenanlage. In dem naturnah gestalteten Gehege leben neben den in Mittel- und Südamerika beheimateten Pflanzenfressern auch Nasenbären und Guirakuckucke.

Ein besonderes Augenmerk richtet der Magdeburger Zoo auf die Zucht von Spitzmaulnashörnern. Letzter Neuzugang und Besucherliebling ist Mala, die an Heiligabend 2011 zur Welt kam. Schon die Geburt wurde damals von vielen Fans live im Internet verfolgt und bis heute ist das Interesse an dem jungen Nashorn ungebrochen. Des Weiteren startete der Zoo im Jahr 2008 die "Aktion Naturschutz", die unter anderem Schutzprojekte für Humboldt-Pinguine in Chile und für Krallenaffen in Südamerika unterstützt. Außerdem dient die Aktion der Ausweitung des Umweltbildungsangebotes im Zoo und der Versorgung verletzter Wildtiere in der zooeigenen Auswilderungsstation.

© parkscout/US

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