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Donnerstag, den 13.01.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Troy


Rasante Fahrt
Das Toverland in Sevenum gleich hinter der deutsch-niederländischen Grenze begann als reiner Indoorpark, der sich eher an kleinere Kinder richtete. In den letzten Jahren hat sich hingegen vieles verändert – es enstanden dort eine Wildwasserbahn, der Prototyp eines Motorbike-Coasters oder ein sehr schöner Hochseilgarten. 2007 eröffnete ein weiterer großer Coup des Toverland: "Troy" – eine Holzachterbahn, die man eindeutig zu den besten ihrer Art in ganz Europa zählen muss.

Zunächst einmal überrascht der Themenbereich, in dem der Coaster zu finden ist. Bis zum Bau des Coasters war der Park nicht gerade für seine überbordende Liebe zur Detailarbeit bekannt, man begnügte sich eigentlich immer mit einzelnen Thematisierungselementen, die zwar immer ganz hübsch gemacht waren, aber eben nur sporadisch vorkamen. Im trojanischen Areal hingegen wagte man sich zum ersten Mal an die Komplettgestaltung einer größeren Fläche. Ein Eingangsbereich mit zwei großen Turmbauwerken, eine liebevoll gestaltete Version des berühmten Holzernen Pferdes und viele Kleinigkeiten machen den Bereich zu einem kleinen optischen Leckerbissen, der zwar nicht die Qualität eines "Deep in Africa" im Brühler Phantasialand erreicht, aber dennoch überzeugt. 6,5 Millionen Euro ließ sich das Toverland seine große Neuheit kosten - und das sieht und merkt man auch!
Panorama von "Troy"
Auch die Achterbahn selbst, die eine Bauzeit von acht Monaten benötigte, während der rund 2.500 Qudaratmeter Holz genutzt wurden, war ein Novum im Toverland. Zum ersten Mal bot der Park bei Venlo eine Attraktion, die eher auf Thrill statt auf Kindertauglichkeit setzte. Dabei rattern die Züge mit rund 90 Stundenkilometern aus knapp 34 Metern in die Tiefe. Der damals in Europa noch recht unbefleckte Hersteller Great Coasters International hatte für "Troy" alle Register seines Könnens gezogen. Nach dem imposanten First Drop folgt eine Fahrt, die kaum an Geschwindigkeit zu verlieren scheint und die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes über die Schienen drückt.

Dass dabei keine nennenswerten Schläge verteilt werden, ist vor allem den sehr bequemen Sitzen der Wagen zuzuschreiben. Als nettes Feature wurde der Achterbahn übrigens eine Stationsdurchfahrt spendiert, bei welcher die Züge mit hohem Tempo durch das Einstiegsgebäude donnern – ein toller Effekt für die dort wartenden Besucher. Der einzige Wehrmutstropfen bei dieser ansonsten schon fast perfekten Bahn ist das Fehlen von längeren geraden Streckenabschnitten – "Troy" besteht fast ausschließlich aus Kurvenelementen. Außerdem ist es schade, daß die Fahrt kaum durch die unteren Elemente der Holzkonstruktion verläuft, was zum Beispiel den Charme von "Bandit" im Movie Park Germany oder "Balder" im schwedischen Liseberg ausmacht. Aber diese Kleinigkeiten fallen letztendlich nicht wirklich ins Gewicht – dafür ist "Troy" einfach zu atemberaubend.

© parkscout/MV




 




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Troy ist kein Highlight unter den Holzcoastern, aber seine komfortablen und somit bequemen Sitze machen die Fahrt sehr interessant . . . .

13.01.2011 22:01
Benne






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