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Freitag, den 20.01.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Lego-Steine in Duisburg


R2D2 aus "Star Wars"
Als der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen im Jahre 1949 kleine bunte Kunststoffsteine zum Spielen einführte, war dies der erste Schritt zu dem, was heute jedes Kind in Deutschland kennt: LEGO. Im Laufe der kommenden Jahrzehnte wurden diese Steinchen zum Kult, und heute gibt es sogar Freizeitparks, die auf der Erfindung von Christiansen basieren. Einen davon findet man mitten im Ruhrgebiet, nämlich in Duisburg.

Wer jetzt allerdings an die Ausstattung von LEGOLAND Deutschland im bayerischen Günzburg denkt, wird im nordrhein-westfälischen LEGOLAND Discovery Centre ziemlich enttäuscht sein. Zunächst einmal ist das über insgesamt drei Etagen aufgegliederte Centre flächenmäßig überraschend klein – entsprechend fällt das Angebot auch nicht gerade üppig aus. Hinter dem Eingangsbereich steigt man in einen hübsch gestalteten Aufzug, der die Besucher in die nächste Etage bringen soll. Hier warten dann auch gleich schon die ersten Themenwelten, die erkundet werden wollen.

"Dschungel Expedition" soll den Gästen ein "stimmungsvolles Abenteuer" bescheren. In der Realität geht man einen halbdunklen Gang entlang und kommt zu einem kleinen Teich, wo Frösche mit einem Knopfdruck bewegt werden. Spannend! Danach folgt eine abwärts führende Treppe, wo Johnny Thunder und sein Team zu sehen sind. Das ganze wirkt wie ein netter Wartebereich für eine Fahrattraktion – leider gibt es eine solche aber nicht. Schade! Weiter geht es ins "Miniland". Nach zahlreichen Besuchen im LEGOLAND Deutschland war die Erwartung entsprechend hoch. In Duisburg soll das Ruhr-Gebiet aus den kleinen Steinen nachgebildet worden sein. Ja, die Essener Villa Hügel ist auch deutlich zu erkennen. Sogar eine kleine Kirmes wurde integriert. Aber das "Miniland" ist einfach zu winzig ausgefallen. Nur ein paar Schritte, und man ist bereits durch. Danach wartet gleich die "Galerie der Stars" - ein kleiner Raum, in dem lebensgroße Figuren von Harry Potter, Batman oder dem Roboter R2D2 aus "Star Wars" zu bestaunen sind. Diese Lego-Skulpturen eignen sich prima für Erinnerungsphotos, aber außer einem anerkennenden Nicken, was man aus den Steinen so alles bauen kann, bleibt beim Besucher eher ein großes Fragezeichen im Gesicht stehen, was das denn nun alles soll. Unterhaltsamer wird es wenigstens in den "Lego Studios", wo ein 4D-Film für Kurzweil sorgt. Auch die "Drachenburg", eine Themenfahrt in das Innere eines Schlosses, scheint nett gemacht zu sein – beurteilen kann der Autor dies allerdings nicht, da am Tag des Besuchs diese Fahrattraktion nur zu bestimmten Zeiten geöffnet hatte und erst mehr als eine Stunde nach dem Eintritt wieder seine Tore öffnen sollte.

Duisburg aus Lego-Steinen
Ansonsten gibt es noch mehrere Möglichkeiten, nach Lust und Laune mit den Lego-Steinen eigene Fahrzeuge, Gebäude oder Figuren zu bauen – Material ist mehr als genug vorhanden. Damit ist zumindest gesichert, dass Kinder, die etwas mit Lego anfangen können, eine gewisse Zeit mit Spielen beschäftigt sind und durchaus ihren Spaß haben. Fraglich ist dann hingegen die Eintrittspreis-Gestaltung, denn fast 16 EUR pro Person sind schon eine Hausnummer – und wer seinen Nachwuchs nicht schnell genug durch den großen Shop am Ausgang lotst, darf vermutlich noch einmal tief in sein Geldbörse greifen.

Unter dem Strich ist das LEGOLAND Discovery Centre ein Mini-Freizeitpark für Eltern, die nicht auf jeden Cent achten müssen. Das Angebot reicht für zwei oder drei Stunden Spaß für die meisten kleineren Kinder - Jugendliche und Erwachsene werden sich vermutlich aber eher schnell langweilen. Richtiges Lego-Feeling kommt hingegen eher im bayerischen Günzburg auf – aber das ist halt leider auch sehr weit entfernt von Duisburg.





© parkscout/MV




 




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Das Konzept in Duisburg ist durchaus gut, aber leider ist der vorhandene Platz viel zu klein bzw. der Eintritt zu hoch.

20.01.2012 18:23
Kai K.






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