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El Dorado Templin

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© El Dorado Templin
El Dorado Templin
Eldorado Abenteuer GmbH
Am Röddelinsee 1
17268 Templin
Deutschland
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Telefon: ++49 (03987) 20840

Seit Anfang Juli 2006 ist der Raum Berlin-Brandenburg um ein Ausflugsziel reicher: Im Eldorado Templin lässt sich der "Wilde Westen" live erleben. Eine originalgetreu nachgebaute Westernstadt inklusive Saloon und Bank, traditionelle Handwerker, Cowboys und Indianer, Western-Stuntshow und vieles mehr versprechen eine Menge Abenteuer für die ganze Familie. Darüber hinaus bietet der Park noch verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, bei denen für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel etwas zu finden ist.

BEWERTUNGEN

Leserbewertung El Dorado Templin
Preis/Leistung
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Angebot
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Service
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Gastro
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Leser-Gesamturteil
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Einen Rang höher
Freizeitparks
72/265
Einen Rang tiefer





ÖFFNUNGSZEITEN UND PREISE

Der Park El Dorado Templin ist von April bis Mitte Oktober von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Erwachsene €12.00
Kinder unter 14 Jahren €10.00
Kinder bis 120 cm gratis
Familien: 2 Erw. + max. 3 Kinder (120 cm - 14 J.) €35.00
Gäste mit Behinderung ("B") Begleitpers. frei €8.50
Gruppen (ab 15 Personen), pro Person €10.00
Schulklassen ab 15 Personen (bis 14 J.), p. P. €8.50
Authentiker in Westernkleidung des 19. Jahrhunderts erhalten ebenfalls freien Eintritt.
Preise und Öffnungszeiten ohne Gewähr.

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Indianertreffen 2012 - Ein erster Besuch in El Dorado
El Dorado Templin – Indianerfest (18.-20. Mai 2012)

Ein erster Eindruck (Christoph Borchelt)

Meine Erwartungen waren niedrig gehängt: Nach El Dorado, in einen Westernpark im Norden Brandenburgs hatte meine Frau mich und unseren 16-jährigen Sohn samt Freundin entführt, zum diesjährigen Indianertreffen. Sie war schon öfter dort gewesen, als Lehrerin auch mit Schulklassen. Sie hatte viel erzählt, aber auf ihren Fotos waren - natürlich! – zumeist die Schüler zu sehen. Ich dachte, in Deutschland gibt es keine Indianer und erwartete kaum mehr als ein paar Western-Kulissen und Tipis, das übliche Freizeitparkangebot.

Weit gefehlt! Das Erste, was sich mir dort in der Schorfheide bei Templin, etwas mehr als eine Autostunde nördlich von Berlin zeigte, waren zwei große, graue, sehr robuste, zweistöckige Holzhäuser im Pionierstil der US-amerikanischen Grenzstädte um 1880, nach dem Bau der großen Transkontinentaleisenbahnen, dazwischen ein hölzernes Tor. Keine Kulissen, sondern richtige, fest gebaute Häuser, die wie in die brandenburgische Waldlandschaft versetzt wirkten. Das war für mich ebenso überraschend wie viel versprechend. Nur ein gekonnt gestalteter Eingangsbereich? Nein, wenn man durch das Tor schritt, erstreckte sich vor einem ein breiter, staubiger Sandweg, flankiert von mehr als einem Dutzend kleiner und großer, sowohl aus Stein wie aus Holz gebauter Häuser in eben diesem Pionierstil, ein- oder zweistöckig, mit hölzernen Gehsteigen davor und den aus jedem Western bekannten Schaufassaden: Die ungemein authentisch wirkende Mainstreet einer US-Grenzstadt zwischen 1870 und 1890! Keine Kulissen: Links und rechts gingen je zwei Querstraßen ab und schon beim ersten Blick wurde deutlich, dass alle Gebäude vollständig und offensichtlich nach konkreten Vorbildern ausgeführt waren. Eindrucksvoll der große Saloon samt Concert-Hall – keine Kulisse, sondern ein überzeugend nachgebildeter Gastraum des 19. Jahrhunderts, mit Schwingtüren, langer Bartheke ohne Hocker, Tanzbühne und umlaufender Galerie. Ein Hotel und eine Bank fehlten nicht, ebenso wenig ein General Store und ein Post-Office, aber auch eine Apotheke, ein Photograph- und ein Amunition-Shop sowie eine kleine Missionskirche waren konkret und mit viel Liebe zum Detail dem kleinen Stadtbild hinzugefügt. So hätten in der Tat die ursprünglichen Stadtkerne von Abilene und Tombstone ausgesehen haben können.

Und das Indianertreffen? Es erwies sich tatsächlich als ein Treffen, denn dem verblüfften Besucher wurden Mittags auf einer weiten Grasfläche indianische Gäste aus Kanada und den USA vorgestellt, in traditionellen Tanzkleidungen – also über und über mit Federn und Fransen und Rasseln geschmückt -, Indianer von den Stämmen der Cree, Nakota-Sioux, Hopi, Navajo und Ojibway, die von Mittags bis tief in die Nacht immer wieder traditionelle Tänze aufführten, zur Trommel indianische Gesänge zum Besten gaben und das Publikum zum „Round-dance“ verführten. Ein Publikum, das aus zwei Gruppen bestand: Da waren zum einen die Gäste, die wie ich in Alltagskleidung in diese „Border-City“ eintauchten, und zum anderen jene vom amerikanischen Westen faszinierten Stammbesucher, die sich mit großer Detailverliebheit in Grenzer verwandelt hatten: Da gab es ganz in Leder gekleidete Trapper, elegante Damen in Krinolinen und Miedern, staubige Cowboys in abgerissenen Hosen, Hemden und den seltsamsten Hüten, eine Gruppe gewichtiger, älterer Männer mit Uhrketten in Jacketts, Stiefeln, Mackinshaw-Jacken und schweren Colts, die wie bewaffnete, städtische Honoratioren wirkten: Das Publikum spielte selbstbewusst mit.

Der RBB, der Rundfunk Berlin-Brandenburg, war an diesem Abend life zugegen, weshalb auch wir Gäste mit den Indianern und der Moderatorin des RBB noch zweimal um das große Lagerfeuer den Rundtanz aufführen mussten, doch das hatte Spaß gemacht. Als ich mich unmittelbar danach – am Lagerfeuer - mit Herrn Schatz, dem Besitzer, unterhielt, der selber im schwarzen Staubmantel und mit großkalibrigen Colt an der Hüfte erschienen war, zeigte er sich ebenso begeistert wie entspannt: „Ich hoffe auch, dass das viele sehen! Unsere Übernachtungsgäste haben toll mitgemacht, jetzt ist Entspannung angesagt!“ Die Musik am Lagerfeuer kam von den „Buskers“, einem Country-, Soul- und Rockduo mit eindrucksvoller Sängerin, die sich bis tief in die Nacht mit den immer wieder zur Trommel singenden Indianern ablöste. Es war ein sehr empfehlenswertes Erlebnis, getragen von großer Begeisterung, Liebe zum Detail und einem bemerkenswerten Gemeinschaftsgefühl.

Ein Freizeitpark der etwas anderen Art. Doch seltsam: Es geht ihm so, wie den einstigen US-Grenzstädten: El Dorado wirkt tatsächlich sehr authentisch, wird es aber nur bleiben, wenn es weiterhin Menschen anzieht, Gäste, Besucher und viele Begeisterte, die wie jenes Paar am Sonnabend, dem zweiten Tag des „Indianertreffens“, plötzlich ganz selbstverständlich über die staubige Mainstreet flanierten: Sie waren schon am Vorabend da gewesen, am Lagerfeuer, in unauffälliger Alltagskluft direkt von der Arbeit gekommen, doch nun stolzierten sie stolz wie einstige US-Grenzer auf dem Kirchgang über die staubige Mainstreet. Er in schwarzen Hosen und Weste, weißem Hemd und schmaler Krawatte, sie – untergehakt - in einem bodenlangen, gerüschtem schwarzen Satinkleid. Ein Spiel, das seinen Sinn und Zweck ganz aus der Begeisterung seiner Mitspieler schöpft. Schön anzusehen.



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Christoph Borchelt, 25.05.2012


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