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Bitte beachten: Dieses ist ein klassischer Parkscout-Artikel, der bestmöglichst an das neue Layout angepasst wurde
08.11.2010 | Freizeitparks | Magazin

Ab 2011 im Heide-Park: Krake


"Oblivion" in Alton Towers
Musste man in Europa bislang den Weg zum britischen Alton Towers auf sich nehmen, wenn man in den Genuss einer "Diving Machine", einem speziellen Achterbahntyp der Firma Bolliger & Mabillard kommen wollte, reicht im kommenden Jahr ein Tagesausflug in den Heide-Park Soltau. Dort soll in der nächsten Saison eine Krake ihr Unwesen treiben – und damit ist keineswegs das gleichnamige Kirmes-Rundfahrgeschäft gemeint...

"Es ist Deutschlands erster Dive Coaster; er nimmt einem den Boden unter den Füßen, reißt seine Insassen aus 41 Metern senkrecht in die Tiefe, in das Maul des Ungeheuers bevor sie durch ein dunkles Schiffswrack wieder an die Wasseroberfläche zurück geschleudert werden." So beschreibt Heide-Park Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho die neue Attraktion. Obwohl die Höhe für eine solche Anlage recht niedrig daherkommt, spendiert der Park seinem Neuzugang auf der anderen Seite einen integrierten Watersplash, einen Immelmann und einen Camelback, womit man sich beim Fahrverlauf klar vom 1998 eröffneten Prototypen "Oblivion" in Alton Towers abheben will. Außerdem wird die Krake über nur sechs Personen pro Reihe fassende Wagen verfügen und einen "floorless" Spaß bieten.

12 Millionen investiert der Heide-Park nach eigenen Angaben in das neue Projekt. Einen größeren Teil dieses Volumens dürfte wohl die Thematisierung verschlucken, die passend zum Standort in der Bucht der Totenkopfpiraten ein entsprechendes Seeräuber-Szenario enthalten soll. Angesichts der Höhe von 41 Metern und einer Länge von 476 Metern darf es dann auch bei der Gestaltung gerne etwas mehr sein – immerhin soll die Krake auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern ihr Unwesen treiben. Doch nicht nur in Deutschland sei eine solche Achterbahn einzigartig, sondern auch in Europa gäbe es dieses fantastische Abenteuer in der Form kein zweites Mal zu erleben, erklärt Projektleiter Dirk Loppnow, wenn er über die aufwendige Thematisierung der Achterbahn spricht: "Von der Warteschlange über den absoluten Adrenalinkick während der Fahrt bis hin zu den wackeligen Knien beim Aussteigen ist alles an dieser einzigartigen Attraktion dem schaurigen Piratenthema angepasst und stellt bisher Gekanntes in den Schatten." Und zwar in den eines riesigen Seeungeheuers!

Auch an Zahlen und Fakten wurde bei der Vorstellung der Großattraktion nicht gespart und so nannte Loppnow einige technische Daten der Superlative: "Die Bauarbeiter werden schätzungsweise bis zu 50.000 Arbeitsstunden beschäftigt sein, um den Dive Coaster, der unter anderem aus 2.000 Kubikmeter Beton, 150.000 Kilogramm Betonstahl sowie 700 Tonnen schweren Stahl und Hunderttausenden von Schrauben und Nägeln besteht, zusammenzubauen."

© parkscout/MV, Foto: Alton Towers

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