19.04.2012 | Magazin | Zoos und Tierparks

Der Euregiozoo in Aachen


Neben den bundesweit bekannten großen Zoos in Deutschland gibt es etliche eher regional ausgerichtete Tierparks, die es natürlich mit einer eher eingeschränkten Tierauswahl und einer oftmals veralteten optischen Gestaltung nicht mit der übermächtigen Konkurrenz aufnehmen können, dafür allerdings meistens mit einem attraktiven Eintrittspreis die Besucher anziehen. Einen dieser Tierparks findet man in Aachen gleich vor der deutsch-niederländischen Grenze.

Pinguin im Euregiozoo

Bereits seit dem Jahre 1966 findet man dort im Landschaftsschutzgebiet Drimborner Wäldchen den rund neun Hektar großen Aachener Tierpark, der sich selbst vollmundig "Euregiozoo" nennt. In der Praxis erweist sich dieser Name jedoch als etwas zweischneidig – der eher kleine Park kann der Erwartungshaltung, die bei überregionalen Besuchern entsteht, einfach nicht gerecht werden. Zwar gibt es mit Pinguinen, Zebras oder Totenkopfäffchen auch durchaus den einen oder anderen Exoten zu sehen, aber der Fokus liegt klar auf der einheimischen Tierwelt. Von 200 dort lebenden Arten entfallen alleine schon rund 70 auf Wasservögel, die den großen Beverbach-Stausee in der Mitte des Tierparks bevölkern. Gleich hinter dem Eingang startet ein gut strukturierter Rundweg, der die Besucher im Laufe des Tages einmal um den See führen wird – die in großen Zoos üblichen Probleme, sich auf dem Gelände zurecht zu finden, entfallen in Aachen völlig. Hier befinden sich übrigens auch die Toilettenanlage und ein kleiner Kiosk – andere gastronomische Einrichtungen sind ansonsten auf dem Gelände nicht vorhanden, was gerade an heißen Tagen etwas ärgerlich sein kann. Dafür sind die Preise für Essen und Getränke vergleichsweise günstig.

Impressionen aus dem Aachener Tierpark


Die meisten Gehege sind ausreichend groß, und die Besucher kommen recht nah an die meisten Tierarten heran. Doch trotz einer durchaus gepflegten Landschaftsgestaltung wirkt vieles antiquiert und einfach optisch nicht besonders schön. Dies wird umso deutlicher, wenn man kurz vorher den keine 15 Autominuten entfernten GaiaPark in Kerkrade besucht hat, der aber – dies muss fairerweise gesagt werden – über ein vielfach höheres Budget verfügen dürfte. Gerade den jüngeren Gästen des Aachener Tierparks dürfte all dies aber relativ egal sein. Ein großer Spielplatz hinter dem Eingangsbereich lädt zu ausgiebigem Toben ein, es gibt Ponyreiten, einen Streichelzoo, und dank des überaus günstigen Eintrittspreises von 5 EUR beziehungsweise 2,50 EUR für Kinder ab drei Jahren bleibt bestimmt auch noch genug Geld für ein dickes Eis übrig.

Wenn man den Aachener Tierpark also als rein regionales Ausflugsziel betrachtet, bietet er durchaus Potential für einen gelungenen Familienausflug, der kein großes Loch in das Portemonnaie schlägt. Wer jedoch aufgrund des Namens "Euregiozoo" in Erwartung auf einen Zoo, der es mit Köln oder Gelsenkirchen aufnehmen könnte, eine weitere Anreise in Kauf nimmt, sollte besser ein paar Kilometer weiter zu unseren niederländischen Nachbarn fahren und den GaiaPark besuchen – auch wenn dieser weitaus teurer ist.

© parkscout/MV

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