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Bitte beachten: Dieses ist ein klassischer Parkscout-Artikel, der bestmöglichst an das neue Layout angepasst wurde
23.05.2007 | Freizeitparks | Magazin

Talocan ist erwacht!


Feuer und Flamme für Talocan
Das Phantasialand in Brühl bei Köln hat die meisten seiner Attraktionen schon immer mit einer sagenumwobenen Geschichte verknüpft: Ob bei "Wuze Town", "Mystery Castle", "Colorado Adventure" oder beim "Feng Ju Palace" – unthematisierte Rides ohne Background-Story scheinen dem Park ein Graus zu sein. Aus diesem Grunde spendierte man auch der Neuheit dieses Jahres mit dem spannungsvollen Namen "Talocan" eine kleine Legende...

Es begab sich, daß beim Ausbau eines Lagerraums in einem alten mexkanischen Weingut der Tempel des Azteken-Gottes Tlaloc freigelegt wurde. Der Zorn des mächtigen Tlaloc zeigte sich schnell, als eine gefiederte Schlange aus dem Bode emporschnellte, das Innere des Gebäudes zerstörte und sich danach in Stein verwandelte. Tief im Inneren des Tempels fand man eine seltsame Maschine, deren Herausforderung sich die Besucher des Phantasialand ab dem 23. Mai 2007 nun stellen können.


Die Hot Banditoz singen ihren neuen Song
Hinter dieser phantasievollen Beschreibung verbirgt sich ein sogenannter Suspended Top Spin, eine Überschlagschaukel, deren Prinzip den meisten sicherlich von verschiedenen Volksfesten bekannt sein dürfte. Allerdings sitzt man in der Brühler Variante mit frei baumelnden Beinen in den Sitzen, was sich vor allem durch "mehr Druck" während der Fahrt bemerkbar macht. Skeptiker könnten nun fragen, wie eine "ordinäre Kirmesattraktion" in die Thematisierungsperfektion des Phantasialand paßt.

Die Frage ist recht einfach zu beantworten: Man hat das Fahrgeschäft zunächst einmal zur Hälfte in ein gigantisches Bauwerk verlegt, dessen geschlossene Seite eine typisch mexikanische Fassade mit unglaublichem Detailreichtum bildet, und dessen offene Seite dahinter den Blick in das Innere des Tempels mit Steinfiguren, Wandornamenten und zwei mächtigen Sonnensteinen offenbart. Gespickt mit Wasser-, Feuer- und Nebeleffekten bietet dieser Raum die optimale Kulisse für den Top Spin, der hier nur als Mittel zum Zweck eingesetzt wird, um die gewaltige Kraft des Gottes Tlaloc darzustellen. Damit schlägt das Phantasialand im Prinzip gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Actionhungrige Besucher können sich bei der Fahrt durch die Luft wirbeln lassen, während alle, die sich nicht trauen, den Tempel zu betreten, von mehreren Aussichtspunkten genau beobachten können, was dort so alles passiert.

Überkopf durch zwei Sonnensteine
Zwar ist die Fahrt etwas kurz geraten, und auch die verwendete Musik harmoniert nicht immer perfekt zu den Bewegungsabläufen des Top Spin, aber es ist schlichtweg beeindruckend, wie der Park in der Präsentation einer solchen Anlage neue Maßstäbe setzt.

Ähnlich wie bei dem im letzten Jahr eröffneten Themenbereich "Deep in Africa" wurden auch hier keine Mühen gescheut, um den Bereich in und um "Talocan" so authentisch wie möglich zu gestalten: Mehr als 2.000 Einzelstücke wurden extra in Mexiko für die Neuheit angefertigt und nach Brühl verschifft, darunter zum Beispiel Mosaike, Vasen oder historische Transportkarren. Rund 70 Palmen wurden auf der neuen "Plaza Mariachi" zwischen "Talocan" und der "Arena de Fiesta" gepflanzt, auch Korallenbäume oder Feigenkakteen fanden eine neue Heimat in Brühl.

Soviel Liebe zum Detail mußte natürlich bei der Eröffnung gebührend gefeiert werden. Die bekannte Pop-Gruppe "Hot Banditoz" präsentierte unter anderem ihren neuen Song "Que Si, Que No", welcher der neuen Attraktion gewidmet wurde, bevor der geschäftsführende Gesellschafter des Parks, Robert Löffelhardt, gemeinsam mit Brühls Bürgermeister Michael Kreuzberg sowie Cesar Fragozo, Handelsattache Mexikos, eine Pinata zerschlugen und damit "Talocan" offiziell den Besuchern übergaben.




© parkscout/MV

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