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15.01.2026 | Magazin | Freizeitparks

Walt Disney Studios Park 2026


Nachdem die beiden Parks in Disneyland Paris jahrelang in einen Dornröschenschlaf verfallen waren, sehen die Fans der Pariser Mäusedependance endlich Licht am Ende des Tunnels. Bereits im Jahre 2018 hatte CEO Bob Iger eine Transformation des Walt Disney Studios Parks, der immer noch mit nicht zufriedenstellenden Besucherzahlen zu kämpfen hatte, angekündigt. Wie der Name bereits andeutet, drehte sich hier noch bis vor kurzem alles um die große Welt der Filme – die Besucher erlebten eine unterhaltsame Reise hinter die Kulissen aufwendiger Hollywood-Produktionen oder wurden sogar selbst zu Hauptdarstellern eines packenden Action-Reißers. Zwei Milliarden Euro wollte der CEO der Walt Disney Company nun also für die Attraktivitätssteigerung des Parks locker machen und präsentierte gleich auch die hochgesteckten Ziele.

Das Tor in die Filmwelt

Ein Marvel-Bereich, ein Bereich zum Film "Die Eiskönigin", ein "Star Wars"-Land und ein riesiger neuer See, an dessen Ufern Teile der neuen Attraktionen gebaut werden sollten, standen auf dem ehrgeizigen Plan. Teile der Umgestaltung sind inzwischen trotz Verzögerungen, die durch die Pandemie bedingt waren, bereits realisiert worden, der "Frozen"-Bereich und zwei neue Karussells zu den Filmen "Rapunzel: Neu Verföhnt" und "Oben" werden in diesem Jahr die ersten Gäste empfangen, und auch der große See ist schon fertig gestellt worden. Einzig das angekündigte "Star Wars"-Land wurde inzwischen wieder ad acta gelegt und durch einen neuen Themenbereich zum Blockbuster "Der König der Löwen" ersetzt, der sich aber ebenfalls schon im Bau befindet.

World of Frozen

Mit der Eröffnung des neuen "Frozen"-Themenbereichs Ende März, der neben der Stadt Arendelle einen neuen Darkride zu "Die Eiskönigin", Shops und nordische Cuisine bieten soll, steht dann auch eine Namensänderung an: Aus dem Walt Disney Studios Park wird dann die Disney Adventure World. Damit verbunden sind weitere Änderungen, die man bereits vorgenommen hat oder in Kürze noch vornehmen wird. Da wir tatsächlich längere Zeit nicht mehr vor Ort waren, haben wir uns am Wochenende trotz widriger Wetterbedingungen auf den Weg nach Paris gemacht, um dem Park einen Besuch abzustatten.

Blick auf die Terrasse des Hollywood Gardens Restaurants

Gleich hinter dem Eingang wartet bereits die "World Premiere Plaza" mit einer Art Indoor-Main-Street, die aus einem riesigen Shop und einem Restaurant, dem "Hollywood Gardens Restaurant", besteht. Früher fand man hier interessante Reminiszenzen an bekannte Nachtclubs und Restaurants der amerikanischen Filmmetropole, heute ähnelt die Atmosphäre einem gemütlichen Biergarten irgendwo in Kalifornien.

Neu für uns war dann schließlich auch "Cars Road Trip": Hinter diesem Namen versteckt sich die umgebaute Tram Tour des Parks, die durch die Umgestaltung vor wenigen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Zum einen wurde die Fahrt zeitlich verkürzt und fokussiert nun ganz klar auf den "Catastrophe Canyon", wo man bei einem Erdbeben nebst Explosion eines Tankwagens, einem folgenden Dammbruch und auf die Gäste zuschießenden Wassermassen viel Spaß haben kann. Zum anderen gibt es auf den großen Screens in den einzelnen Wagen der Tram witzige Animationen zu sehen, bei denen die Fahrt auf der Route 66 mit Witz und Charme kommentiert werden.

Cars Road Trip

Ebenfalls umgebaut wurde der "Rock'n'Roller Coaster", eine Indoor-Achterbahn mit Katapultstart, bei der man früher zu den Klängen der Rockband Aerosmith durch eine Art Diskothek mit diversen Lichtshows geschleudert wurde. Nach der Umgestaltung geht das ganze nun als "Avengers Assemble: Flight Force" an den Start und dreht sich – wie der Name schon sagt – um die Superhelden des MCU. Wobei man hier tatsächlich nur auf Iron Man und Captain Marvel trifft. Nach einem wirklich gelungenen Wartebereich geht es während der Fahrt nun vorbei an mehreren Screens, auf denen unsere Helden kämpfen. Entweder hatten wir bei unserer Fahrt einfach nur Pech mit dem Zug oder die Bahn fährt sich nach nunmehr 25 Jahren nicht mehr wirklich angenehm. Vielleicht sollte man mittelfristig hier eine ähnliche Lösung mit Westenbügeln finden wir bei Space Mountain im Nachbarpark!

In der aktuellen Ausgabe von parkscout plus findet Ihr einen ausführlichen Artikel über die Geschichte des Walt Disney Studios Park

Tom Holland in Paris

Was wäre ein moderner Freizeitpark ohne einen interaktiven Darkride? Im Walt Disney Studios Park muss man zusammen mit Spider-Man Spinnenroboter elimieren – dass man für die Pre-Show den Darsteller Tom Holland verpflichten konnte, ist ein nettes Add-On. Überhaupt ist "Spider-Man W.E.B. Adventure", so der Name des Darkrides, eine überraschend gelungene Attraktion geworden, zumal man hier nicht mit Pistolen oder ähnlichem hantiert, sondern alleine durch Gestensteuerung: Genau wie das filmische Vorbild muss man die Roboter nämlich mit Spinnennetzen, die man aus seinen Handgelenken schießt, erledigen – und das funktioniert nicht nur äußerst gut, sondern macht auch gleichzeitig irre viel Spaß.

Blick auf die "World of Frozen" hinter dem Bauzaun

Rein optisch kann der Avengers Campus, also der Bereich, in der man die beiden letztgenannten Attraktionen finden kann, leider nicht wirklich überzeugen. Alles wirkt irgendwie "zusammengewürfelt" und nicht wie im Schwesterpark nebenan aus einem Guss. Natürlich hat der Park mit seinem Ursprungskonzept, nämlich der Nachbildung eines auch in der Realität nicht sonderlich hübschen Studiogeländes, zu kämpfen – aber wenn er dann mit der Eröffnung der "World of Frozen" Ende März umbenannt wird in "Disney Adventure World", werden mit dem neuen Namen dann eben auch Erwartungen geweckt, die man - zumindest aktuell – nicht erfüllen kann. Aber vielleicht gibt es ja langfristig auch noch ein großes Make-Over der Bereiche.

Fazit

Für uns ist der Walt Disney Studios Park immer noch ein zweischneidiges Schwert: Mit dem Tower of Terror und seinen neuen Fahrprogrammen hat er vermutlich die eindrucksvollste Signature Attraction des gesamten Resorts zu bieten, und auch "Crush's Coaster", "Spider-Man W.E.B. Adventure" oder das Show-Progamm können sich wahrlich sehen lassen. Auf der anderen Seite ist der "Wohlfühlfaktor" noch nicht einmal ansatzweise so hoch wie in Disneyland Park, über den es dann im zweiten Teil unseres Berichts gehen soll. Dass uns bei dessen Besuch der Wettergott auch besser gesonnen war, ist vielleicht schon ein Zeichen gewesen ...

Impressionen vom Walt Disney Studios Park 2026

© parkscout/MV

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