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18.04.2022 | Magazin | Zoos und Tierparks

Ostersonntag im Zoo Osnabrück


Am Ostersonntag zog es uns bei strahlendem Sonnenschein mal wieder in den Zoo Osnabrück, da sich hier doch in den vergangenen Jahren so einiges getan hat. Im Jahre 1936 als Heimattiergarten eröffnet und im südlichen Stadtteil Schölerberg inmitten eines bewaldeten Grundstücks zu finden, versteckt sich hinter dem eher unscheinbar wirkenden Haupteingang ein moderner Tierpark mit verschiedenen Themengebieten.

Blick auf Samburu

Gleich hinter dem Eingang lohnt sich ein Besuch des unterirdischen Zoos, einer weltweit einmaligen Anlage, wo man in einem großen Höhlensystem unter der Erde einen Blick auf Dinge wagen kann, die einem sonst eher verborgen bleiben – als Beispiel wären Nester oder Gangsysteme von Präriehunden oder Ratten genannt. Die Wegeführung gleicht einem Labyrinth, was den Ausflug in die Unterwelt noch einmal deutlich spannender macht. Weitaus übersichtlicher geht es zu im Tal der Grauen Riesen mit seinen großen Elefanten- und Nashorn-Anlagen, die sicherlich nicht von ungefähr ein wenig an den "Jurassic Park" erinnern und in naher Zukunft modernisiert werden soll.

Der zwei Hektar große Bereich Samburu stellt eine Savannenlandschaft nach, welche Giraffen, Strauße, Zebras und Antilopen beheimatet, die dank schön gestalteter Aussichtsplattformen aus nächster Nähe beobachtet werden können. Auch Löwen gibt es hier zu entdecken, die bei unserem Besuch ein kleines Sonnenbad nahmen. Das Gehege ist übrigens Teil der neuen Themenwelt Mapungubwe, durch die ein Höhenpfad mit einer Länge von über 150 Metren führt. Das riesige Takamanda-Areal mit seinen Hyänen, Schakalen, Schimpansen, Pinselohrschweinen und Mantelpavianen zeigt einen Ausschnitt der afrikanischen Natur – nur Wassergräben oder Glasscheiben trennen die Tiere von den Besuchern.



Angkor Wat im Zoo Osnabrück

Bären in Manitoba

Ein weiteres Highlight dürfte der Affentempel sein. Thematisch angelegt an die Ruinen von Angkor Wat, ragt die Anlage über 15 Meter in die Höhe und bietet ein dichtes Wegenetz, das sich durch den ganzen Tempel erstreckt und damit einen hautnahen Blick auf die dort lebenden Schweinsaffen ermöglicht – der benachbarte Tigertempelgarten und der Dschungeltempel wurden übrigens im gleichen Stil errichtet. In den Norden hingegen geht es einerseits im Kajanaland, wo ein bis zu sechs Meter hoher Höhenpfad durch die Tierwelt Finnlands führt und andererseits in die nordamerikanische Themenwelt Manitoba.

Freunde von Meeresbewohnern hingegen dürfen sich auf das Tetra-Aquarium und Terrarium freuen, wo nicht nur Salz- und Süßwasserfische zu sehen sind, sondern auch zahlreiche exotische Amphibien, Reptilien und Insekten. Insbesondere das über 10.000 Liter fassende Rochen-Becken lädt zu ausgiebigem Beobachten ein. Ein 100 Quadratmeter großes Südamerikahaus, verschiedene Spielplätze, ein Streichelzoo oder eine Dorfschule für den Zoo-Unterricht runden das Angebot im Zoo Osnabrück passend ab. Und ab Mitte Juli dürfen sich die Besucher schließlich auf die neueste Themenwelt freuen: die Wasserwelten, die Pinguinen, Seehunden, Seelöwen und Pelikanen ein neues Zuhause bieten werden.

Unserer Meinung nach gehört der Zoo Osnabrück gehört zu den schönsten Tierparks in Deutschland und ist gerade bei hohen Temperaturen im Sommer dank der dichten Bewaldung ein Geheimtipp. Allerdings fällt der Eintrittspreis auch zugegebenermaßen nicht ganz günstig aus.

© parkscout/MV

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