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05.09.2022 | Magazin | Freizeitparks

Abschied vom Spookslot


Spookslot 1978 © Efteling

Am 4. September 2022 haben sich die Tore des altehrwürdigen Spookslot im niederländischen Efteling nach 44 Jahren für immer geschlossen. Die von Chef-Designer Ton van de Ven erdachte Attraktion galt in ihrem Eröffnungsjahr 1978 mit einer Fläche von über 1.200 Quadratmetern als größtes Geisterschloss Europas und wurde auch international durch mehrere Musikvideos der Sängerin Kate Bush, die in den Kulissen der Attraktion gedreht wurden, weltbekannt. Die Investitionssumme betrug damals umgerechnet 1,6 Millionen Euro.

Im Inneren des Gebäudes © Efteling

Musik von Camille Saint-Saëns

Für den Bau des Gebäudes benötigte man rund 400.000 Ziegelsteine und 800 Kubikmeter Beton - Licht, Bewegung und Ton beanspruchten 10.000 Meter Kabel und 1.000 Meter Druckluftleitung. Mehrere Tonbandgeräte, zwölf Verstärker und 116 Lautsprecher lieferten die Geräusche, die die Besucher das Fürchten lehrten. Für die gruselige Beleuchtung sorgten 500 Spots und andere Lichtquellen. Im Gegensatz zu anderen Spukhäusern wie zum Beispiel das Haunted Mansion bei Disney handelte es sich bei dem Spuksloot nicht um ein Fahrsystem, sondern um eine elektronische Show mit Animatronics, die in der aufwändig gestalteten Kulisse eines gotischen Friedhofs aufgeführt wurde. Dazu erklang das Stück "Danse Macabre" des 1835 geborenen französischen Komponisten Camille Saint-Saëns.

Dass sowohl die Attraktion als auch das klassische Musikstück für Efteling einen ikonischen Charakter hatten, war dem Freizeitpark durchaus bewusst, und so hatte man sich dort entschieden, dem Spookslot an seinem letzten Wochenende einen würdigen Rahmen zu geben. Für die Nacht von Samstag auf Sonntag gab es ein großes Gewinnspiel mit rund 150.000 Teilnehmern, bei dem es eine Spuknacht in Efteling zu gewinnen gab. Ab Mitternacht wurden die Gewinner in Gruppen durch Teile des nächtlichen Parks geleitet und gleich hinter dem Haupteingang von Stelzenläuferinnen in geheimnisvollen Kostümen empfangen.

Impressionen aus der Abschiedsnacht des Spookslot


Auf einer kleinen Bühne vor dem prachtvollen Gebäude von "Symbolica" wartete eine musikalische Darbietung in Form einer Geigerin, die das Leitthema des "Danse Macabre" auf ihrem Instrument anstimmte, während der Hauptweg dorthin von roten Lasern und stimmungsvoller Beleuchtung illuminiert wurde. Ein Rundgang durch ein nebliges Waldstück, in dem man von den aus der Attraktionen bekannten Mönchen empfangen wurde, führte schließlich zum Eingang des Spookslot, wo die Gäste schließlich die Show ein letztes Mal genießen durften. Zum Abschied gab es für die Teilnehmer noch ein kleines Heftchen mit Zeitdokumenten zur Entstehungsgeschichte dieser einzigartigen Attraktion.

Die Violine spielt zum "Danse Macabre" © Efteling

Alleine die Tatsache, dass 150.000 Menschen an dieser Verabschiedung teilnehmen wollten, zeigt deutlich das gewaltige Interesse an der Attraktion. Dass es letztlich nur 2.000 Besuchern möglich war, dieses wunderschöne und gleichermaßen ehrfürchtige Finale erleben zu dürfen, ist natürlich schade, aber zumindest dürfen wir uns schon jetzt darauf freuen, dass man sich an der Stelle des Spookslot auch in Zukunft weiter gruseln darf: Für das Jahr 2024 ist eine Neuheit angekündigt worden, die das Erbe ihres Vorgängers bereits im Titel trägt: "Danse Macabre".

Kommentar

© parkscout/MV

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