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Dienstag, den 13.04.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Ein Tag im Serengeti-Park


Giraffe im Anmarsch!
Der Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kombination aus Tierhaltung und Freizeitpark, die im Jahre 2004 sogar die unbefristete Genehmigung als Zoologischer Garten nach EU-Richtlinien erhielt. Einmalig in Deutschland ist der Themenbereich "Tierland", der entweder mit einem Bus oder mit dem eigenen PKW durchfahren werden kann.

Das insgesamt 110 Hektar große Gelände beheimatet rund 1.500 frei lebende Tiere, die in verschiedenen Sektionen untergebracht sind, welche sich an geographischen Richtlinien orientieren. Die Safari beginnt zunächst einmal in Afrika, wo unter anderem Giraffen, Flamingos oder Affen beobachtet werden können. Nach einem kurzen Besuch in Skandinavien mit Rentieren und Elchen geht es gleich weiter in die Sektion Europa, wo die Fahrzeuge verlassen werden können, um die dort lebenden Tiere wie Ziegen, Schafe oder auch Mini-Ponys zu streicheln und zu füttern. Danach geht es schnell wieder ins Auto und ab nach Amerika, wo Nandus, Bisons oder Guanakos auf die Besucher warten.
Achterbahn im Serengeti-Park
Als nächste Sektion steht nun Russland auf dem Programm, wo zum Beispiel Amurleoparden und Alpakas zu Hause sind. Höhepunkt des nächsten Bereichs, Asien, sind die Gibboninsel mit ihren Bewohnern sowie Yaks. Im weiteren Verlauf der Fahrt folgen noch Löwen, Tiger, Strauße oder Elefanten. Insgesamt 13 solcher Sektionen wollen durchfahren werden, und dies benötigt durchaus einige Zeit – vor allem, wenn man zwischendurch auch einmal ganz langsam fährt, um die Tiere hautnah erleben zu können. Zwischen den einzelnen Sektionen befinden sich kleinere Schleusen, um die Bereiche abzuschotten. Die Safaritour ist nicht mit einem klassischen Zoobesuch zu vergleichen, da man hier weitaus näher am Geschehen ist. Und wenn man mit dem eigenen PKW gerade mal nicht weiter fahren kann, weil eine Giraffe oder ein Tiger die Straße blockiert, ist dies durchaus schon ein wenig abenteuerlich.

Nach etwa einer Stunde verlässt man schließlich das Tierland und erreicht die Autostellplätze des Serengeti-Park. Von hier aus geht es dann gleich in das Freizeitland, wo mehr als 40 verschiedene Attraktionen für Spaß sorgen. Allerdings richtet sich das Angebot des Parks konsequent an Familien mit Kindern – wer im Serengeti-Park Thrill sucht, ist hier definitiv falsch. Dafür wird man mit einer gepflegten Landschaftsgestaltung und zahlreichen hübsch thematisierten Fahrgeschäften überrascht. Einer der Höhepunkte ist übrigens die Fahrt mit einem Safari-Bus, bei der man mit je nach Alter der Fahrgäste enorm hohem Tempo auf Schotterwegen durch den niedersächsischen Wald fährt und dabei so manches Abenteuer erlebt. Die angrenzende Wasserwelt beinhaltet ebenfalls weitere Fahrgeschäfte wie eine Wildwasserbahn, eine Achterbahn oder auch Tretboote auf einem größeren See. Hier entsteht auch die Neuheit 2010, die voraussichtlich im Mai eröffnet wird: die "AquaSafari", bei der in Schnellbooten die Tierwelt des Parks erkundet werden darf.

Schimpansen im Affenland
Der vierte und letzte Bereich ist schließlich das Affenland, in dem unter anderem Gorillas, Schimpansen, Berberaffen, Totenkopfäffchen, Kattas, Hulmane oder Gibbons zu finden sind. Sehr schön sind hier die mehreren Freigehege, in denen der direkte Kontakt zwischen den Menschen und ihren Vorfahren erfolgen kann, sowie ein Tunnelsystem, bei dem die Affen über den Köpfen der Besucher herumtoben dürfen. Ein Highlight ist natürlich die tägliche Fütterung der Affen im Amboseli-Affen-Reservat-

Ein Besuch im Serengeti-Park ist alleine schon aufgrund der Fahrt mit dem PKW durch das riesige Tierland aufregender als ein Tag in einem durchschnittlichen Zoo, allerdings bleibt der edukative Charakter im direkten Vergleich etwas außen vor, zumal die zahlreichen Fahrattraktionen natürlich eine verlockende Alternative zum ausgiebigen Beobachten der Tiere darstellen. Trotzdem ist der Serengeti-Park ein mehr als empfehlenswertes Ausflugsziel, da er sich nicht den klassischen Regeln von Freizeitparks oder Zoos unterwirft, sondern beides so geschickt kombiniert, dass er eine überaus wirkungsvolle Symbiose darstellt.






© parkscout/MV




 




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Der fastzinierendste Tierpark den ich kenne. In Nebensaisontage bei nicht so gutem Wetter besonders emphelswert.Der Freizeitparkbereich ist ein netter Anhang, dem man aber technich keine besondere Bedeutung zukommen lassen sollte, da die Fahrgeschäfte nicht sonderlich gepflegt aussehen.
Wenn man hier in der Nähe ist und die Zeit dazu hat , sollte man den Heide Park nicht versäumen.

13.04.2010 18:27
Marcus Rau






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