Erlebnis-Zoo Hannover:
Leser-Bewertungen
Schön aber teuer
Toller Zoo mit großen Gehegen. Nur leider sehr teuer. Schade, dass es keine Familienkarten gibt. mit 2 Erwachsene und 2 Kindern (4 und 9) für 55 Euro ist schon sehr happig...
Spaß für einen ganzen Tag!
Ein mit vielen Überraschungen liebevoll ausgestatteter Tierpark, der für viele Stunden Freude macht.
Sven Rohde
Ein Zoo mit sehr großen Erlebnispotenzial. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben, es wird nie Langweilig. Der Zoo lebt und verändert mit bedacht.
Toller Zoo
Ich habe eine Jahreskarte und bin immer wieder begeistert. Dieses Jahr das Highlight natürlich die Löwenbabys, aber auch die Menschenaffen begeistern immer wieder. Toll auch die entspannte sambesi Flussfahrt. toll, weiter so
Ein Familienausflug der es in sich hat
Ich war schon mehrfach im Zoo in Hannover und bin jedes mal auf neue begeistert von der Atmosphäre und dem Aufbau des Parks.
Angefangen von kleinen Erdmännchen und Meerschweinchen bis hin zu den großen Giraffen und Elefanten ist alles dabei, was das Kinderherz höher schlägen lässt.
Hier kommen aber nicht nur die Kids voll auf Ihre kosten, auch für die Erwachsenen ist es ein Abendteuerspaziergang durch die Kontinente der Welt.
Der Hannover Zoo ist eine tolle kleine Oase in der man Ruhe finden kann und wo die Menschen vieles sehen können Tiere und die gelungene Gestaltung des Zoos.
ein sehr schöner zoo,kommen gerne wieder.aber vom preis her sehr teuer.mehr bänke zum ausruhen wären nicht schlecht.
Die Anlage hat sich in den letzten Jahren sehr zum Positiven verändert.Hier gibt es kaum Grund zur Beschwerde. Reichte mir vor Jahren noch ein Besuch im 5 Jahres-Rhythmus, so sind wir inzwischen Besitzer einer Jahreskarte. Da lohnt sich auch ein Besuch für 2 oder 3 Stunden wenn man in der Nähe wohnt. Online-Shop nutzen und ein Paar Euro beim Eintritt sparen. Wir kommen immer gern.
wir kommen jedes jahr einmal aus hessen..die kinder lieben den park..ein schöner sauberer park..kinderfreundlich. leider sind die preise nicht familienfreundlich..
Der Zo ist super schön angelegt und bietet jeden Zoobesucher, ob goß oder klein, sehr viel besonders die Sambesi-Bootfahrt, die Fütterungen und Shows sind toll. Um alles miterleben zu können, sollte man unbedingt den ganzen Tag dort verbringen, da der Eintrittspreis sehr hoch ist.
Der Zoo ist zwar sehr schön, aber leider fast unbezahlbar. Er ist einer der teuersten Deutschlands. Hier sollte man mal über Rabatte evtl.an Werktagen nachgedacht werden. Es gibt auch andere sehr schöne Zoos wie der in Osnabrück. Hier stimmt auch der Preis.
der Zoo der um die Welt führt
Der Zoo ist wirklich sehr schön gestaltet. Die Themenlandschaften entführen in fremde Welten und erlauben es von Australien über Afrika bis hin in die Arktis zu reisen. Ein kleiner Urlaub vom Alltag. Es wurde viel Wert auf kleine Details gelegt, so sind selbst die Toiletten in Yukonbay ein Erlebnis.
Die Tiere sind überall gut zu sehen und haben dennoch Rückzugsmöglichkeiten und genügend Raum.
Der Tageseintrittspreis ist relativ hoch, man bekommt aber eben auch viel geboten. Sehr zu empfehlen das Jahresticket.
Zoobesucherin an einem sonnigen Septembertag
Obwohl wir schon viele Jahre mit Zoodauerkarten kommen waren wir heute schwer enttäuscht. Eiscafé geschlossen, Gorilla im Haus, keine Bewegung auf der neuen Elefantenanlage, hier auch Restaurant geschlossen. Dann die Botschaft Oma u. Opa Jahreskarte fällt weg. Dann werden wir unsere Besuche auf einen pro Jahr beschränken. Vielleicht kommen wir wenn eines Tages die Neubaumaßnahmen beendet sind. War im Urlaub in Köln.....da kann man sich eine Scheibe abschneiden. Mehr Tiere und alles ein wenig sauberer. Schade......
Der Eintrittspreis für 2 Erw. u. 2 Kinder ist unverschämt. Keine Familienkarte bzw. für normale Schwerbeschätigte 50% , sowie Rentner keine Ermäßigung.
Konnten mit Enkel(6/8) nicht einfach gehen, hatten es versprochen. Ein Beispiel an Zoo Leipzig nehmen(halber Preis).
Viel Disneyland, wenig Artenvielfalt, teure Preise
und dennoch betritt man mit dem Zoo von Hannover einen der erfolgreichsten und angesehensten Tierparks in Europa.
Pro:
Egal zu welcher Jahreszeit man den Hannoverschen Zoo besucht, so wirkt er immer sehr sauber, sehr gepflegt und exotisch grün, vom 5m hohen Bambus bis hin Rankenpflanzen, was vorallem in den kahlen Wintermonaten ein Ambiente einer tropischen Oase erzeugt. Die authentischen Themenbereiche wirken von der Umsetzung absolut gelungen und vorallem detailgetreu nachempfunden.
Darüber hinaus wurde der Zoo Hannover im April 2014 zum sechsten Mal zum Besten Zoo von Deutschland mit dem Parkscout Publikums Award ausgezeichnet.
2005 / 2006 Erlebnis-Zoo Hannover
2006 / 2007 Erlebnis-Zoo Hannover
2007 / 2008 Erlebnis-Zoo Hannover
2009 / 2010 Erlebnis-Zoo Hannover
2010 / 2011 Erlebnis-Zoo Hannover
2013 / 2014 Erlebnis-Zoo Hannover
Contra:
Das Problem was man beim Zoo Hannover sieht ist die Tatsache, das man damals dachte mit dem Bau von Kulissenwelten in Millionenhöhe dauerhaft Besucher anlocken zu können. Kurzzeitig stiegen die Besucherzahlen an und das Diktat des wirtschaftlichen Wachstums wurde von vielen anderen Parks angewandt.
Heutzutage "rächt" sich dieses Denken. Einige Parks sitzen auf einem Schuldenberg, haben ihre Geländefläche verbaut und haben auch noch rückläufige Besucherzahlen. Mit Kulissenwelten wird man die Besucher dauerhaft nicht begeistern können, sondern nur durch eine breite und interessante Artenvielfalt - eine Artenvielfalt die der Zoo Hannover leider nicht besitzt.
Besonders in den Afrikabereichen "Sambesi" und "Kibongo" dürfte ruhig noch etwas Initiative mehr kommen. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist aber immer bemüht sich weiterzuentwickeln, was man ihn als Pluspunkt auslegen kann. Letztlich sind alle Zoologischen Eirichtungen in Deutschland und Europa gefordert, weil aktuell im Jahr 2014 ein neues Säugetiergutachten erstellt wurde, was Mindestanforderungen von Gehegegrößen regelt.
Zur Hauptsaison 2014 hat der Zoo von Hannover ein neues Feierabendticket eingeführt, welches ab 16:30 Uhr von Montag - Freitag für den Preis von 9,- Erwachsene und 6,- für Jungerwachsene bis 23 Jahre zum Eintritt einlädt.
Der Stern des Zoo Hannover glänzt wieder über Europa
Der nachfolgende Text über den Erlebnis-Zoo Hannover basiert auf einem Besuch vom 16. Dezember 2013.
Man muss dem Zoo Hannover immer wieder Respekt zollen, da egal zu welcher Jahreszeit die gesamte Parkanlage in einem sehr sauberen, sehr gepflegten und einem exotisch grünen Ambiente erstrahlt - ganz besonders die Wintermonate, die von kahler Vegetation geprägt sind, laden einen Besucher im Hannoverschen Zoo zum schwärmen ein - sehr viele Rankenpflanzen und bis zu über 5m hoher Bambus.
In Europa einzigartig sind die 5 Sterne-Welten "Dschungelpalast" (Indien) und "Yukon Bay" (Kanada), welche als sogenanntes Markenzeichen genannt werden können. Beim Dschungelpalast handelt es sich um einen verfallenen Maharadschapalast, der von der Architektur verfällt und von der Pflanzen- und Tierwelt zurückerobert wird. Beim Kanadischen Yukon Bay liegt die Besonderheit neben einem realistisch dargestellten Landschaftsteil mit der dazugehörigen Tierwelt (Wölfe, Karibus, Waschbären, Bisons und Präriehunde) auf der Hafenstadt mit Flanier- und Einkaufsmeile - incl. Hafenbecken mit Frachter und Unterwasserwelteinsicht für Eisbären. Seerobben und Pinguine.
Darüber hinaus besitzt der Zoo Hannover zwei Afrikanische Themenwelten namens "Sambesi" und "Kibongo". Letztgenannte eröffnete am 27. September 2013 und beinhaltet die neue Anlage für Schimpansen und die seit längerer Zeit dazugehörigen Gorillas. Dennoch wirken die beiden genannten Afrika-Welten an vereinzelten Stellen unvollständig und sanierungsbedürftig.
Der von den Besuchern und regionalen Medien bezeichnete "Sanierungsstau" bezeichnet im Bereich "Sambesi" die alten Anlagen für Nyala- und Pferdeantiloen (hinter der Showarena), der sanierungsbedürftige Innenteil des Giraffenhauses und das alte Orang-Utan Gehege, direkt neben der neuen Schimpansenanlage.
Jedoch ist der Zoo von Hannover gegenwärtig bemüht, mit einem sogenannten Masterplan an besagten Stellen zu sanieren und neu zu modernisieren. Am genannten 16. Dezember 2013 war eine "rege" Bautätigkeit zu vernehmen. Vorbereitungen für neue Attraktionen? Bedenke man, das der Zoo von Hannover im Jahr 2015 seinen 150. Geburtstag feiert - der Zoo wurde 1865 gegründet und 1996 in Erlebnis-Zoo Hannover umbenannt.
Der Erlebnis-Zoo Hannover vermittelt wieder eine Perspektive, war es doch in der Vergangenheit eher ruhig geworden um den Zoo. Gewöhnungsbedürftig dürfte auch die Preisgestaltung des Zoos sein, bedenke man, das der Zoo Hannover nicht die allergrößte Artenvielfalt besitzt. Dennoch ist auch hier Potenzial vorhanden, wenn die rege Bautätigkeit zum Wohle des Besuchers und Tieres weitergeht. So sollen u.a. im Frühling 2014 die Innenanlagen der Afrikanischen Primatenarten im Ambiente der neuen Themenwelt "Kibongo", welche erwähnt am 27. September 2013 öffnete thematisiert werden, da die Menschenaffen zu genannter Zeit dann ihre Aussenanlagen nutzen werden.
Von allen Zoos in Europa ist der Zoo von Hannover am meisten amerikanisch - eine Art Disneyland für Mensch und Tier, was immer die Diskussion in "pro" und "contra" fördern wird. Der Zoo erstrahlt in der sogenannten Zoo-Erlebnisarchitektur, welche auch im amerikanischen Themenpark "Disney`s Animal Kingdom" in Orlando, Florida als Erfinder dieser Erlebnisarchitektur zu sehen ist.
Der Zoo Hannover verdient sich 4 Sterne auf Europäischen Niveau - ein Besuch ist wirklich empfehlenswert.
Erlebnis-Zoo Hannover: Wenn man im ...
Wenn man im Deutschen Ableger von dem in Orlando, Florida, USA liegenden Disney`s Animal Kingdom eine Vision hat, dann hat die Normalität keine Chance.
Bestes Beispiel: Afi-Mountain. Landschaftlich dem in Nigeria liegenden Afi-Mountain-Schutzgebiet nachempfunden, bietet die neue Afrikanische Themenwelt auf etwa 10.000qm Drill-Affen, Brazzameerkatzen (Affen) und eine Voliere für Vögel des Afrikanischen Kontinents ein neues Zuhause.
Afi-Mountain bildet mit der Schimpansen-Anlage und dem Gorillaberg eine nun in sich vollendete und spektakuläre Welt, die für den Besucher auch Infos über Naturschutz und die Abholzung des Regenwaldes beinhaltet.
Exotisches Grün, Felsen, Ranken, Lianen und Stauden lassen den Besucher in eine reale Illusion eintauchen und man wähnt sich im fernen Afrika.
Mit dem Kanadischen Yukon Bay und dem Indischen Dschungelpalast besitzt der Zoo der Niedersächsischen Landeshauptstadt bereits 5 Sterne Bereiche. Mit Afi-Mountain kommt eine weitere 5 Sterne Welt dazu.
Obwohl der Zoo von Hannover in den Jahren 2005 / 2006, 2006 / 2007, 2007 / 2008, 2009 / 2010, 2010 / 2011, 2013 / 2014 mit dem Parkscout Award ausgezeichnet wurde, ist eine Weiterentwicklung erfolgreich zielführend, da sich die US-Erlebnisarchitektur auch in Einrichtungen wie ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, Zoo Leipzig, Zoo Zürich, Pairi Daiza in Cambron-Casteau (Belgien), WILDLANDS Adventure Zoo Emmen, Bioparc Valencia, Parc Zoologique de Paris, Zoo de Beauval Saint-Aignan und Loro Parque Teneriffa zeigt.
Die Umsetzung ist gelungen, sogar sehr gut gelungen, kennt man prestigeträchtige Architektur meistens aus US-Parks, egal ob Freizeit- oder Tierpark.
Den Drill-Affen stehen in ihrer neuen Anlage über 700qm Fläche, den Vögeln über 500qm Voliere und den Affen Klettermöglichkeiten in unterschiedlichen Höhen zur Verfügung.
6 Millionen Euro investierte der Hannoversche Erlebnis-Zoo in den neuen Afrikabereich, der Teil des Masterplan 2025 ist.
Weitere Ausbauschritte werden ein neuer Haupteingang, die Vergrößerung des Sambesi-Landschaft und die Erweiterung des Dschungelpalastes sein.
Den vorhandenen Artenbestand mit nun neuen zusätzlichen Arten aufzuwerten ist ein Schritt in die richtige Richtung, konnte mancher Besucher bisher dem Gedanken verfallen, das die Kontinente über keinerlei interessante Artenvielfalt verfügen müssen, da der Zoo Hannover in der Vergangenheit die Artenaufstockung wohl eher als nebensächlich angesehen haben könnte. Zu viele Klassiker von Zootieren, eher weniger Rand- und Unterarten. Zumindest scheint sich eine neue vielversprechende Denkweise im Zoo von Hannover durchzusetzen.
Hannover ist nun wieder ein Meisterwerk gelungen, dies ist sicher. Sollte es rückläufige Besucherzahlen in diversen Parks geben, sind die Kritiker nicht weit, die jedoch gerne in ihren populistischen Äusserungen verfallend vergessen, den Unsommer 2017 mit seinem wechselhaften und nie konstanten Wetter zu berücksichtigen.
Der Hannoversche Tierpark mit seinen Erlebniswelten ist stets eine Reise wert.
Viel Detailliebe, wenig Inhalt, perfektionierte Preise
Die Begeisterung war groß, als der Zoo noch im Februar seinen Masterplan der Öffentlichkeit präsentierte und es schien auch so, das eine neue Denkweise, gar die Vernunft Einzug halten würde. Dort wo es im Bestand befindliche Arten nötig haben, sollte auch investiert werden. Doch die guten Ansätze scheinen vorerst nachrangig zu sein.
So plant der Zoo ein virtuelles Riff als neue Besucherattraktion zu bauen - geschätzte Kosten 3,6 Mio Euro. Das derartige Summen nicht in eine Verbesserung einzelner Gehege investiert werden, lässt bei manchem Beobachter Zweifel aufkommen, da es einen nachweislichen Sanierungsstau abzuarbeiten gilt (Orang-Utan-Anlage, Giraffenhaus).
Auch wird es fraglich sein, in wie weit erfolgreich ein derartiges Projekt sein kann, hat doch der Besucher der niedersächsischen Landeshauptstadt die Möglichkeit, reale Meeresbewohner im Sea Life Hannover-Herrenhausen bewundern zu können, ohne ca. 9,- Euro zusätzlich zum regulären Preis zahlen zu müssen.
Der Erlebnis-Zoo Hannover hat sich seit Mitte der 90er Jahre bis 2010 von einer ehemaligen Tierverwahranlage in eine super moderne Erlebnislandschaft umgewandelt, warum man diesen Weg konsequent nicht weitergeht bleibt ebenfalls fraglich.
Die Pläne vom Masterplan sind gigantisch, vorallem für den Besucher vielversprechend, soll doch der Artenbestand massiv aufgestockt werden.
Freidenker, Künstler und Betriebswirte scheint Hannover`s Tierpark reichlich in den eigenen Reihen zu haben, was dem Zoo und so manchem Großunternehmen jedoch fehlt, ist weibliches flexibles und kreatives Denken, wie es doch ein Großteil der Damenwelt eindrucksvoll zeigt.
Der Tiergarten Schönbrunn Wien in Österreich, welcher als Bester Zoo Europas 2008, 2010, 2012 und 2014 ausgezeichnet worden ist, wird seit dem Jahr 2007 von einer Zoodirektorin geleitet, wenn auch ein Team als Ganzes immer akkurate Arbeit leisten muss.
Sambesi, Kibongo, Yukon Bay, Dschungelpalast und Meyer`s Hof - die grandiosen und authentischen Landschaftsbilder haben den Zoo von Hannover zu den erfolgreichsten und auch angesehenen Zoos in Europa gemacht. Auch wenn der Zoo nicht die größte Artenvielfalt zum gegenwärtigen Zeitpunkt besitzt, so ist er für sein Publikum immer eine Reise wert.
Tierisches und Geschäftliches Treiben im Erlebnis-Zoo
Mit der Eröffnung vom Kanadischen Yukon Bay war das Projekt Zoo der Zukunft erst einmal vorläufig beendet. Es folgten einige Querelen innerhalb der Geschäftsführung und einige negative Berichterstattungen in regionalen Medien, die teilweise, jedoch nicht immer der Wahrheit entsprachen.
Doch dem Tierischen und Geschäftlichen Treiben im Zoo der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover scheinen diese Umstände nicht entmutigt zu haben. Absolut spektakulär wird es am und im Zoo selbst, sind doch die Bauarbeiten für den Masterplan 2025 in vollem Gange.
Die Fortschreibung des Masterplans soll regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich der Neue Haupteingang im Bau und soll voraussichtlich 2018 eröffnen.
Doch der Masterplan 2025 bringt für den Besucher noch mehr Veränderungen mit sich.
Der Haupteingang, welcher zur Straße hin gezogen wird, macht einer Sambesi-Erweiterung Platz, die auf dem Gelände der heutigen Kassenhäuschen vollendet wird und mit Giraffen, Pferdeantilopen, Impalas und Thomson-Gazellen besetzt werden soll. Der Neubau des Giraffenhauses entsteht somit in der Nähe des Neuen Haupteingangs. Auch sollen Sattelstörche mit Dik-Diks vergesellschaftet werden.
Die Nashornanlage soll in zwei Bereiche unterteilt werden und das altehrwürdige Tropenhaus soll dem Thema Madagaskar weichen, welches einmal in Sambesi integriert wird und Arten aus Madagaskar wie Kattas, Varis, Fossas und Seychellen-Riesenschildkröten zeigen wird. Desweiteren wird der im Sambesi integrierte Madagaskarbereich für den Besucher begehbar sein.
Auch eine zusätzliche Sahara-Erweiterung hinter der Marokkanischen Kasbah, welche von den Addax-Antilopen bewohnt wird ist geplant und könnte mit Dromedaren und Nordafrikanischen Straußen besetzt werden. Laut Masterplan sind für diesen zusätzlichen Bereich 931qm Fläche vorgesehen.
Neben dem Sambesi Kraal, mit seinen 4035qm ist ebenfalls noch eine Sambesi-Erweiterung mit 2130qm geplant. Beim Abriss der Showarena dürfen noch einmal 910qm frei werden. Das Thema Südamerika scheint im Masterplan fortgeschritten zu sein, da zukünftig 3073qm für Innenbereiche in Form einer Tropenhalle und 9515qm Aussenfläche eingeplant worden sind.
Afi-Mountain bildet mit der Neuen Schimpansenanlage, dem Wald für Drill-Affen, Brazzameerkatzen (Affen), der Afrikanischen Vogelvoliere und dem Gorillaberg eine nun in sich vollendete Afrikawelt. Bei Exotischem Grün, Lianen, Ranken, Stauden und Höhlen kommt durchaus Fernweh auf.
Auch für Yukon Bay scheint es Pläne zu geben. So soll der Zeltplatz links von den Eisbären liegend, entfernt und mit einer neuen Tierart aufgewertet werden, da sich bei 600qm Fläche Polarfüchse oder Vielfraße anbieten würden. Spekulativ hingegen bleibt das Thema einer Voliere mit Weißseekopfadlern.
Der Indische Dschungelpalast erfährt auch zusätzliche Erweiterungen. Eine zusätzliche Leopardenanlage ist geplant, welche eine Ruhezone für Besucher beinhalten soll. Die Elefantenherde bekommt eine ungefähr 8000qm grosse Aussenfläche inklusive einer 2000qm grossen Innenfläche. Auch die Anlage des Elefantenbullen wird im Rahmen des Ausbau innen und aussen deutlich vergrössert.
Die Orang-Utans werden auf Zukunft einmal auf dem Gebiet des alten Robbenrondells wohnen, da dort und auf dem Gelände der alten Südamerikaanlagen (gegenüber von Mullewapp) eine Asienhalle mit Binturongs, Nashornvögeln, Sunds-Gavialen und anderen südostasiatischen Arten geplant wird. Der Masterplan selbst ist phantastisch, stecken gegenwärtig schon 130 Millionen Euro im Erlebnis-Zoo Hannover. Die Kosten für die geplante Erweiterung dürften noch einmal 75 Millionen zusätzliche kosten.
Zur Hauptsaison 2018 sollen Eintrittskarten am Eingang auf 26,50 Euro steigen, dennoch ein gerechtfertigter Preis, da moderne Tierhaltung und die damit verbundene Erlebnisarchitektur ihren Preis. Als Vorreiter für Hannover`s Europäischem Topzoo, scheint das in Orlando, Florida, USA liegende Disney`s Animal Kingdom ein gutes Vorbild gewesen zu sein, da das Konzept der Erlebnisarchitektur aus den USA stammt und Ende der 90er Jahre verstärkt umgesetzt wurde.
Auch wenn im Rahmen der aktuellen und künftigen Baumaßnahmen einige Arten nicht im Erlebnis-Zoo Hannover gezeigt werden können, überzeugt er dennoch und ist stets immer eine Reise wert.
Der Erlebnis-Zoo Hannover und seine zwei Gesichter
Zeiten ändern sich, Zeiten werden auch den Zoo von Hannover ändern. Noch bleibt abzuwarten, ob das Geschäftsmodell des Hannoverschen Zoos erfolgreich weitergeführt oder scheitern wird.
Betreffend des angesammelten Sanierungsstaus wie dem maroden Tropenhaus, Giraffenhaus, sowie dem altehrwürdigen Antilopenring, Greifvogelvolieren und dem Schandfleck Orang-Utan Gehege wird ein Masterplan immer wieder hinausgezögert. Das zeigt die finanzielle Lage dieses doch so schönen Parks.
Die Tatsache mit der Schaffung von millionenschweren Scheinwelten dauerhaft Besucher anzulocken scheiterte. Mit der Eröffnung von Yukon Bay stiegen die Zahlen von 1,2 Mio auf über 1,6 Mio Besucher in den Jahren 2010 und 2011 an, flachten im Jahr 2012 auf 1,3 Mio und im Jahr 2013 auf 1,2 Mio Besucher ab. Nur mit Scheinwelten gibt es keinen Erfolg, sondern nur durch eine attraktive und breite Artenvielfalt. So fehlen dem Zoo diverse Arten, obwohl die Kontinente der Erde weitaus mehr zu bieten haben.
Erschwerend könnte dazu kommen, das im Frühling 2014 ein neues Säugetiergutachten erstellt wurde, was die Anforderungen von Gehegegrössen regelt. So hat im Indischen Dschungelpalast, welcher der Ranthambore-Festung im fernen Indien nachempfunden ist, seit seiner Fertigstellung keine Erweiterungen stattgefunden. Die Anlagen der Persischen Leoparden und Tiger geraten an ihre Grenzen der Kapazität betreffend neuer Mindestanforderungen. Auch wurde eine 5 köpfige Elefantengruppe im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) abgegeben, um anderswo eine Neue Zuchtgruppe aufzubauen, aber auch wegen Platzgründen die Hannoversche Elefantengruppe auszudünnen.
Im April 2014 wurde der Zoo Hannover zum sechsten Mal zum Besten Zoo Deutschlands ausgezeichnet - ausgezeichnet mit dem Parkscout Publikums Award. Ein Vorschuss an Vertrauen durch den Besucher, der sich endlich Initiative wünscht, wie es im Park weitergehen soll.
Die Highlights sind die Afrikawelt Kibongo mit Aufstieg zum Gorillaberg - grosses Kino, grosse Atmosphäre vom Hauch Afrikanischer Regenwälder. Ein schöner und markanter Blickfang ist die Marokkanische Kasbah für Addax Antilopen und Somali-Wildesel. Mit 5 Sternen dürfen auch der Dschungelpalast und Yukon Bay genannt werden. Sambesi zeigt Afrikas Schönheit, dennoch wirkt besonders dieser genannte Bereich etwas verbaut von seiner vorhandenen zur Verfügung stehenden Fläche - so liese sich der Eingang, die Einlasskontrolle zur Strasse hinziehen, um daraus freiwerdende Flächen nutzen zu können.
Im Frühling 2015 feiert der Zoo von Hannover sein 150. Geburtstag, da er 1865 eröffnet wurde. Auch wird es mit dem Kanadischen Yukon Bay ein kleines Jubiläum zu feiern geben. Bis Frühling 2015 sollte der erwartete Masterplan endlich bekannt gegeben werden, denn der Zeitpunkt wäre ideal und der Besucher erwartet es auch. Dennoch verdient sich Hannover`s Zoo 4 Sterne.
